Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit: Arbeitskreis Logistik geht an den Start

veröffentlicht am 13. Februar, 2024
Die Teilnehmenden des interkommunalen Arbeitskreis Logistik. Foto: Stadt Osnabrück/Swaantje Hehmann
Die Teilnehmenden des interkommunalen Arbeitskreis Logistik. Foto: Stadt Osnabrück/Swaantje Hehmann

Zusammenschluss von Stadt und Landkreis Osnabrück und Kreis Steinfurt

„Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit“: Das ist das Ziel des Arbeitskreises Logistik von Stadt und Landkreis Osnabrück sowie des Kreises Steinfurt. Zum Auftakt haben sich am Mittwoch, 7. Februar, rund 30 Verwaltungsmitarbeitende der beteiligten Kommunen im Bohnenkamp-Haus in Osnabrück getroffen, um aktuelle Anforderungen zu erörtern. Die Veranstaltung ist ein Meilenstein zur Entwicklung nachhaltiger Logistik des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Logist.Plus – Ressourcenschutz durch Logistik Plus“. Das Projekt zielt darauf ab, eine langfristig tragfähige regionale Entwicklung zu ermöglichen – unter Einbeziehung der Interessen der Logistikbranche.

Vertreterinnen und Vertreter der Projektpartner von Logist.Plus (von links): Prof. Dr. Martin Franz (Universität Osnabrück), Dr. Winfried Wilkens (Landkreis Osnabrück), Dr. Claas Beckord (Stadt Osnabrück), Maike Bosold (ELSA e.V.), Dr. Anke Valentin (WILA Bonn e.V.), Christian Holterhues (Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH). Foto Stadt Osnabrück/Swantje Hehmann

Die für die kommunale Versorgung so wichtige Logistikbranche steht oft im Konflikt mit den erklärten Nachhaltigkeitszielen – kein Wunder, dass dieses Thema auf ein großes Interesse stieß. Nach einer kurzen Einführung in das Projekt „Logist.Plus“ durch die Universität Osnabrück wurden Thore Arendt und Christina Suthe, Vorstand und Netzwerkmanagerin des Kompetenznetz Individuallogistik e.V., interviewt. Unter dem Motto “Logistik mitdenken!” wurden die Betroffenheit der Wirtschaft und der dringende Handlungsbedarf hervorgehoben. „Die boomende Logistikbranche ist von Landnutzungskonflikten und Flächenknappheit besonders betroffen. Dabei ist sie für die lokale Wirtschaft so wichtig. Viele Logistikbetriebe gehen daher bereits jetzt nachhaltige Wege bei ihrer Flächengestaltung“, so Thore Arendt.

“Das Thema, ist auch für den Kreis Steinfurt enorm wichtig”, wie WESt-Geschäftsführer Christian Holterhues und Co-Geschäftsführerin Sonja Raiber betonen. Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt) ist seit zwei Jahren an dem Projekt beteiligt, das nun in die Umsetzungsphase geht. “Der Arbeitskreis ist ein gutes Instrument für die Kommunen hier im Kreis. Die Städte und Gemeinden profitieren von einer Kooperation / Beratung, weil Nachhaltigkeit und die Bereitstellung von meist großen Logistikflächen oft ein sensibles Thema sind.” Darüber hinaus wolle man den Kommunen Chancen aufzeigen, wie man mit Unternehmens-Anfragen umgehen könne.

Danach waren die rund 30 kommunalen Teilnehmenden gefordert: In Arbeitsphasen zu den Themen Ansiedlungspolitik in der Logistik, Flächenentwicklung in der Logistik und City-Logistik konnten sie ihre Erwartungen und Ideen austauschen. Die Veranstaltung bot damit nicht nur Raum für Diskussionen, sondern auch die Vernetzung innerhalb der Kommunen.

Claas Beckord, Leiter des Referats Stadt- und Regionalentwicklung der Stadt Osnabrück: “Die außerordentliche Resonanz und lebhaften Diskussionen während der Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises Logistik zeigen deutlich, dass das Interesse an nachhaltiger Logistik in unserer Region hoch ist. Es wird klar, dass die Herausforderungen in diesem Bereich nur durch eine gemeinsame, interkommunale Zusammenarbeit bewältigt werden können. Diese Veranstaltung hat uns ermutigt, weiter gemeinsam an Lösungen zu arbeiten und das Thema voranzutreiben.“

Der Arbeitskreis Logistik wird fortgesetzt und auch in Zukunft eine zentrale Plattform für den vertrauensvollen Austausch in der Region darstellen. Die positiven Impulse und Ideen, die während der Auftaktveranstaltung entstanden sind, werden in zukünftige Initiativen einfließen. Der Arbeitskreis bietet den Verwaltungsmitarbeitenden und Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern die Möglichkeit, sich über konkrete Ansiedlungsanfragen auszutauschen oder auch gemeinsame Standards für bauleitplanerische Beurteilungen zu entwickeln.

 

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