Projektübersicht WESt

Projektübersicht WESt

Die WESt mbH ist Partner bei folgenden nationalen und internationalen Projekten in den Bereichen Digitalisierung, Fachkräfteförderung, Gründungsförderung, Innovationsförderung, Logistik und Flächenverbrauch.

Welche Relevanz haben Zukunftsthemen für Unternehmen und wie lassen sie sich im Unternehmen umsetzen? Das ist der Kern des Projekts Enabling Networks. In 2021 wurden die im Projekt aufgebauten Münsterland „Denkfabriken“ mit Vertreterinnen und Vertretern
aus Unternehmen, der Forschung und regionalen Netzwerken verstetigt. Die fünf Münsterland-Denkfabriken wurden dabei zu folgenden Themenschwerpunkten gebildet:

  • Digitales Münsterland – Anwendung und Entwicklung von KI Technologien
  • Der Weg zur vernetzten Produktion
  • Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft
  • Umweltneutrale Werkstoffe der Zukunft
  • Gesund bleiben – ein Leben lang

Die Denkfabriken funktionieren wie moderne Thinktanks: Besetzt mit Experten der Region aus Wirtschaft, Wissenschaft und Netzwerken, arbeiten diese gemeinsam an Handlungsempfehlungen, Konzepten und Ideen für die Zukunft der Region. Und das mit hoher unternehmerische Ausrichtung und Praxisorientierung. Höhepunkt war die gemeinsame Denkfabrik-Convention im Oktober 2021 im M44 in Münster: Hier trafen sich 35 Mitglieder aus den Denkfabriken. Als Praxisbeispiel dabei war unter anderem die Fa. AVK TERWEY aus Emsdetten, die zeigte, welche Möglichkeiten Unternehmen schon heute haben, Virtual und Augmented Reality einzusetzen.

Der zweite zentrale Baustein von Enabling Networks ist das Technologiescouting. Dabei unterstützen fünf Technologiescouts die Unternehmen im Münsterland bei der Entwicklung neuer Innovationen. So entsteht besonderes Technologiewissen, mit dem Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren noch besser vernetzt werden. Die Technologiescouts kommen von den Einrichtungen bioanalytik Münster e. V., Netzwerk Oberfläche NRW e. V., dem IWARU der FH Münster, der Transferagentur der FH Münster und dem Mechatronik Institut Bocholt der Westfälischen Hochschule.

DATEN ZUM PROJEKT

  • Fördertopf: Regio.NRW
  • Laufzeitende: 31.08.2022
  • Handlungsfeld: Innovationsförderung
  • Lead: Münsterland e. V.
  • Stellenanteil der WESt: 0,25
  • max. Förderung: 60.231,60 €
  • Eigenanteil: 20%
  • Eigenanteilabsolut (max.): 15.057,90 €

DATEN ZUM PROJEKT

  • Fördertopf: Regio.NRW
  • Laufzeitende: 30.09.2022
  • Handlungsfeld: Digitalisierung
  • Lead: FH Münster
  • Stellenanteil der WESt: 0,50
  • max. Förderung: 110.190,00 €
  • Eigenanteil: 20%
  • Eigenanteilabsolut (max.): 27.547,50 €

Das münsterlandweite Projekt DigiTrans@KMU hat das Ziel, Geschäftsmodell-Innovationen und Digitalisierungsstrategien für KMU des produzierenden Gewerbes aufzuzeigen. Damit liefert es einen nachhaltigen Beitrag zur Gestaltung der digitalen Transformation und zur Erhöhung der Innovationskraft des Münsterlandes als Wirtschaftsregion.

Über Workshops, Analysen und Online-Formate werden die Bedarfe der KMU erhoben und passende Impulse gegeben. Ein Angebot für Unternehmen stellen die „Fokusgruppen“ dar, bei denen es um Nutzungs- und Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Technologien wie Augmented Reality, Robotik, Internet of Things, 3D-Druck und Blockchain geht. Die teilnehmenden Betriebe profitieren vom Erfahrungsaustausch untereinander und neuen Impulsen von Fachexperten. So fanden im Jahr 2021 insgesamt 32 virtuelle Austauschtreffen und ein Netzwerktreffen in Präsenz statt. Durchschnittlich waren bei diesen Treffen 10 bis 25 Unternehmensvertreter präsent. Insgesamt haben münsterlandübergreifend 200 Unternehmen an dem Angebot der Fokusgruppen teilgenommen.

Mit dem „Digitalradar münsterLAND“ bietet das Projektteam den Unternehmen eine informative Plattform: Neben Informationen zu den anstehenden Fokusgruppen-Treffen werden hier stetig neue Inhalte in Form von Leitfäden und Best-Practice Berichten veröffentlicht, welches den KMU als Anleitungen dienen auf dem Weg der digitalen Transformationen. Insgesamt sind bereits 52 Leitfäden und 30 Best-Practice Berichte veröffentlicht worden, welches insgesamt zu 40.000 Seitenaufrufen und durchschnittlich 350 monatliche Nutzer in 2021 geführt hat.

Ende des Jahres 2021 wurden in den Fokusgruppen Befragungen durchgeführt, um das Angebot noch präziser auf die KMU zuschneiden zu können. „Dabei konnten wir Wünsche der KMU in Erfahrungen bringen und auch abschätzen, wie weit die Unternehmen bei der Einführung bestimmter Technologien aktuell sind bzw. wo Sie noch Hilfe benötigen“, beschreibt Kim Kemper als zuständige Mitarbeiterin der WESt die Intention dahinter.

Die Rückmeldung eines Umfrage-Teilnehmers bestätigt, dass die Vernetzung in den Fokusgruppen auch deshalb funktioniert, weil die Unternehmen merken, dass sie nicht allein sind: „Der Austausch war sehr interessant und es war hilfreich zu sehen, dass auch viele Andere ähnlich wie wir am Anfang einer Entwicklung stehen.“

DigiTrans@KMU geht in 2022 in die letzte Projektphase. Es wird eine Verstetigung aller Projektpartner angestrebt, sodass aufgebaute Instrumente wie das Digitalradar und die Netzwerke der Fokusgruppen auch noch nach Projektende bestehen bleiben und betreut werden können.

DigiTrans@KMU ist ein gemeinschaftliches Projekt des Instituts für Prozessmanagement und digitale Transformation (IPD) der FH Münster, der Wirtschaftsförderungen der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf und des münsterLAND.digital e. V.

Ziel des regionalen Verbundprojekts „Gründergeist #Youngstarts Münsterland“ ist es, die Gründungsintensität im Münsterland nachhaltig zu stärken und neue Gründungspotenziale zu erschließen. Hierfür fokussiert das Projekt u. a. die Unternehmensnachfolge. In diesem Zusammenhang wurden in 2021 folgende Online-Workshops und Netzwerkveranstaltungen mit Best Practice-Beispielen angeboten:

  • Youngstarts: Ich werde Führungskraft – Zeit optimal im Griff
  • Youngstarts: Wie stelle ich mein Unternehmen zukunftsfähig auf?
  • Youngstarts: Führung übernehmen – mit Führungsstil, der passt.

Darüber hinaus gibt es eine Podcast-Reihe, in der Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer gemäß dem Motto „Wie war das bei Dir…?“ ihre Nachfolgegeschichte erzählen. Als Postcast-Gäste aus dem Kreis Steinfurt waren bereits Deike van’t Westeinde (Intersport Emsdetten) und Michael Schultenjann (Bäckerei Schultenjann Wettringen) dabei.

An dem Projekt Gründergeist#Youngstarts sind beteiligt: die Wirtschaftsförderungen der vier Münsterlandkreise, FH Münster, IHK, HWK und Technologieförderung Münster sowie der Münsterland e. V. (Projektleitung).

DATEN ZUM PROJEKT

  • Fördertopf: Regio.NRW
  • Laufzeitende: 14.10.2022
  • Handlungsfeld: Gründungsförderung
  • Lead: Münsterland e. V.
  • Stellenanteil der WESt: 0,25
  • max. Förderung: 63.979,44 €
  • Eigenanteil: 20%
  • Eigenanteilabsolut (max.): 15.994,86 €

DATEN ZUM PROJEKT

  • Fördertopf: Stadt.Land.Plus –Förderaufruf
  • Laufzeitende: 31.01.2025
  • Handlungsfeld: Logistik und Flächenverbrauch
  • Lead: Uni Osnabrück
  • Stellenanteil der WESt: 0,30
  • max. Förderung: 119.874,10 €
  • Eigenanteil: 0%
  • Eigenanteilabsolut (max.): 0,00 €

Der Kreis Steinfurt ist aufgrund seiner Lage und der günstigen sozioökonomischen Rahmenbedingungen für Unternehmen der Logistikbranche hochgradig attraktiv. Dies ist deutlich in Form der steigenden Flächennachfrage durch Speditionen und Logistikdienstleistern spürbar. Jedoch stoßen diese Ansiedlungs- oder Erweiterungsvorhaben von Logistikbetrieben in Politik und Verwaltung selten auf positive Rückmeldungen. Der hohe Flächenverbrauch, die mit dem Transport einhergehenden Emissionen sowie eine im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen geringe Arbeitsplatzdichte, sprechen gegen die Unternehmen.

Gleichwohl erfüllt die Logistikwirtschaft Funktionen der Daseinsvorsorge und ist essentiell für die Funktionsfähigkeit anderer Branchen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich eine nachhaltige Ansiedlungspolitik für Logistiknutzungen, mit der auch die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Kommunen koordiniert und ausgeglichen werden, realisieren lässt. Und genau hier setzt Logist.Plus an: Wie können die Interessen der Kommunen mit dem Flächenbedarf der Logistikbranche und Nachhaltigkeitszielen in Einklang gebracht werden?

In einem Verbund von acht Partnerinstitutionen aus Wissenschaft, Gebietskörperschaften und Wirtschaft werden im Rahmen des Projekts Logist.Plus innovative Instrumente, Methoden und Prozesse zur Reduzierung von Bodenversiegelung und Landnutzungskonkurrenzen entwickelt. Dazu wurde im zweiten Jahr der Projektlaufzeit besonders auf die Erörterung der aktuellen Ist-Zustände in den Kommunen gesetzt.

„Durch die vielzähligen Gemeindeinterviews und Workshops, die wir zur Datenerhebung durchgeführt und zur Analyse herangezogen haben, wird deutlich, dass es im Kreis Steinfurt ein vorherrschendes Problem gibt: Viele Gewerbeflächenanfragen und zu wenig Fläche. Hier setzen wir mit Logist.Plus an und wollen passgenaue Lösungsansätze entwickeln“, so die zuständige WESt-Mitarbeiterin. Die Lösungsansätze könnten sich dann durch Kooperation in regionalen Netzwerken, einer multifunktionalen und ressourcenschonenden Flächennutzung oder einer ökologischen Optimierung der Standortwahl, -nutzung und -gestaltung auszeichnen.

Die neue Ampel-Regierung stellte im Jahr 2021 eine umfassende Start-Up Strategie für die kommenden vier Jahre in ihrem Koalitionsvertrag vor. Ein starker Fokus wird dabei auf die spezielle Förderung von Gründerinnen gelegt. Passend dazu ist zu Beginn des Jahres 2021 das europäische Projekt WeRin mit einer Projektlaufzeit von drei Jahren gestartet. Geleitet wird dieses ERASMUS+ Knowledge Alliance Projekt mit insgesamt 14 Partnern aus der EU von der FH Münster. Die WESt ist zusammen mit der FH Münster und ACEEU für Deutschland in diesem Projekt vertreten.

Im Kern geht es in diesem Projekt darum, die Gründungsquote von Frauen zu steigern. Frauen sollen bestmöglich in das regionale Gründungsökosystem integriert werden. Ziel ist es, bestehende regionale Gründungsökosysteme und akademische sowie nicht- akademische Entrepreneurship-Angebote und Gründungsförderprogramme inklusiver zu gestalten.

Der offizielle Kick-Off des Projekts wurde im Februar mit einem ersten virtuellen Treffen aller internationalen Partner eingeläutet. In der ersten Projektphase fand die wissenschaftliche Erhebung in Form von qualitativen Interviews statt. Dazu wurden in jedem der sechs Ländern Studenten, angehende Gründerinnen, Gründungsberatende, Lehrende und weitere Stakeholdern im Gründungsbereich als Interviewpartner ausgewählt, um einen Einblick in den Status-Quo in den unterschiedlichen europäischen Ländern zu bekommen.

In Zahlen verdeutlicht wurden somit insgesamt 350 einstündige Interviews durchgeführt, die daraus gewonnenen Ergebnisse in SWOT Analysen der jeweiligen Regionen aufbereitet und aktuelle Herausforderungen abgeleitet. Durch die Interviews konnten 30 Role- Models in Form von Vorzeige-Gründerinnen identifiziert werden und deren Profile zur medialen Repräsentation aufbereitet werden. Zudem wurden zwölf Best-Practice (Programme/Initiativen zur Förderung von Gründungsvorhaben) in den jeweiligen Ländern identifiziert.

Ein 93-seitiger Bericht fasst die Ergebnisse der wissenschaftlichen Projektphase zusammen und ist auf der Website www.werinproject.eu veröffentlicht.

Das Highlight des Jahres 2021 waren zudem die regionalen Workshops in Form von Think-Tanks, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wie die Gründungsökosysteme inklusiver gestaltet werden können.

WESt-Mitarbeiterin Kim Kemper, als verantwortliche Organisatorin für die Durchführung des regionalen Think Tanks in Deutschland, lud dazu die Akteure aus der Gründungsszene vor Ort ein. Die Teilnehmenden teilten Ihre Erfahrungen mit der Gruppe und diskutierten aktuelle Herausforderungen, die anhand der Interviews identifiziert worden waren. Durch kleine Gruppenarbeit wurden Lösungsansätze erarbeitet und anschließend im Plenum präsentiert und diskutiert.

DATEN ZUM PROJEKT

  • Fördertopf: Erasmus+
  • Laufzeitende: 31.12.2023
  • Handlungsfeld: Gründungsförderung von Frauen
  • Lead: FH Münster
  • Stellenanteil der WESt: 0,15
  • max. Förderung: 45.072,00 €
  • Eigenanteil: 0%
  • Eigenanteilabsolut (max.): 0,00 €

DATEN ZUM PROJEKT

  • Fördertopf: Zukunft durch Innovation.NRW (zdi)
  • Laufzeitende: 31.05.2021 (Aufrechterhaltung weitere 5 Jahre)
  • Handlungsfeld: Fachkräfte/MINT-Berufe
  • Lead: WESt mbH
  • Stellenanteil der WESt: 1,25
  • max. Förderung: 120.000,00 €
  • Eigenanteil: 50%
  • Eigenanteilabsolut (max.): 120.000,00 €

Seit Jahren gibt es im MINT-Bereich, der die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik umfasst, einen Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Aus diesem Grunde wurde im Jahre 2005 die Gemeinschaftsoffensive zur Förderung des naturwissenschaftlich- technischen Nachwuchses in NRW ins Leben gerufen: Zukunft durch Innovationen – kurz: zdi. In NRW verteilt gibt es inzwischen 47 zdi- Netzwerke, eines davon ist das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt, angesiedelt bei der WESt.

Um dem Fachkräftemangel im MINT-Bereich in unserer Region entgegenzuwirken setzt das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt zahlreiche Projekte und Maßnahmen um, die die Unternehmen stärken. Durch das zdi-Netzwerk wird dabei zugleich die Studien- und Berufsorientierung in den weiterführenden Schulen im Kreis gefördert.

Mit knapp 200 Partnern aus Wirtschaft und Bildung werden Angebote für den gesamten Kreis Steinfurt entwickelt, um junge Menschen für einen Beruf oder ein Studium im MINT-Bereich zu begeistern. Schülerinnen und Schüler erhalten dabei spannende Einblicke in die Berufswelt und Unternehmen kommen frühzeitig in Kontakt mit potentiellen Nachwuchskräften. Dadurch soll langfristig der MINT-Nachwuchs auf regionaler Ebene gesichert werden.

 

MINT-Patenschaften

Die Fachkräfte von Morgen sichern – das möchte auch die Firma Kettelhack. Daher ist das Unternehmen aus Rheine mit Unterstützung des zdi-Zentrums der WESt eine MINT-Patenschaft eingegangen und zwar gleich mit zwei ortsansässigen Schulen. Für die Alexander von Humboldt Schule und die Nelson-Mandela-Schule ist die Patenschaft eine willkommene Chance, theoretische Berufsorientierung mit Praxiselementen zu verknüpfen.

MINT-Patenschaften sind Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen. Der absolute Vorteil einer MINT-Patenschaft besteht darin, dass diese mit individuellen Inhalten umgesetzt werden kann. Wie auch bei vielen anderen MINT-Patenschaften ist die geplante Durchführung von Workshops für Schülerinnen und Schüler im Unternehmen ein großer Bestandteil bei der Kooperation zwischen den beiden Sekundarschulen und der Firma Kettelhack. Mit der Urkundenübergabe wurde die Patenschaft im Dezember besiegelt und in die Umsetzung geht es dann ab 2022.

Des Weiteren ist die Firma Josef Beermann GmbH & Co. KG mit dem Emsland-Gymnasium Rheine eine MINT-Patenschaft eingegangen, die ebenfalls mit einer Urkunde besiegelt wurde.