100 Teilnehmende beim 5. KI-Stammtisch im Kreis Steinfurt
Rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer nahmen am 26. Februar 2026 am fünften KI-Stammtisch der WESt mbH teil. Veranstaltungsort war der Hof Schlamann in Lengerich. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage, wie Künstliche Intelligenz im Jahr 2026 vom Trendthema zur konkreten Entlastung im Unternehmensalltag werden kann.
Nach der Begrüßung durch Christian Holterhues (WESt mbH) und Eckart Schlamann (entra Hof Schlamann GmbH & Co. KG) widmete sich das Programm aktuellen Entwicklungen, Marktüberblicken sowie praktischen Anwendungsbeispielen.
Robotik und „verkörperte KI“
Michael Berndt, KI-Übersetzer und Strategieberater für den Mittelstand, gab ein Trend-Update aus der KI-Welt. Besonders hob er die wachsende Dynamik im Bereich Robotik hervor. In diesem Zusammenhang erläuterte er das Konzept der „verkörperten KI“ (Embodied AI), bei der KI in physische Systeme integriert ist und mithilfe von Sensorik und Aktoren mit der realen Welt interagiert. Diese Entwicklungen werden nach seiner Einschätzung in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen.
Orientierung im KI-Startup-Ökosystem NRW
Sven Grave vom Digital Hub münsterLAND e.V. stellte die KI-Startup-Landschaft in Nordrhein-Westfalen vor. Mit dem NRW KI Startup Radar präsentierte er eine strukturierte Übersicht über derzeit 127 Startups, bei denen KI Kernbestandteil des Geschäftsmodells ist. Die Unternehmen verteilen sich auf verschiedene Themenfelder, darunter Industrial AI & Engineering, Enterprise & Business Operations, Public Life & Infrastructure sowie Health & Life Science. Ziel ist es, Unternehmen eine Orientierung im wachsenden Markt zu bieten und den Transfer in die Praxis zu erleichtern.
Umsetzung in der Unternehmenspraxis
Britta Engeln (InnoCoding GmbH) berichtete aus der Entwicklung eines KI-Tools im Kontext von Förderdatenbanken. Sie stellte zentrale Erfolgsfaktoren vor: eine klare Definition des Problems, frühzeitige Validierung von Annahmen, ein schrittweises Vorgehen sowie die Sicherstellung einer hohen Datenqualität.
Mario Horstmann (geoCapture GmbH) zeigte anhand konkreter Beispiele, wie KI sowohl in kundenbezogenen Prozessen als auch in internen Abläufen eingesetzt wird. Zu den Anwendungsfeldern zählen unter anderem die digitale Erfassung von Stammdaten, Wartungsplanung, KI-gestützte Dokumentationsprozesse sowie die Unterstützung im Kundenservice und Marketing. Im Fokus stand dabei ein pragmatischer Ansatz: Der Mehrwert für den Arbeitsalltag steht über perfektionistischen Lösungen.
Austausch und Ausblick
Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum intensiven Austausch und zur regionalen Vernetzung. Der KI-Stammtisch bietet Unternehmen im Kreis Steinfurt regelmäßig eine Plattform, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen und konkrete Umsetzungsperspektiven zu diskutieren.
Das nächste Treffen ist für Mai 2026 geplant. Weitere Informationen werden über die Kanäle der WESt mbH bekanntgegeben.

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