Zwischenbilanz und Partnertreffen im EU-Projekt ESG4SMEs in Münster

veröffentlicht am 13. August, 2025
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Das EU-Projekt ESG4SMEs verfolgt das Ziel, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ganz Europa dabei zu unterstützen, Umwelt-, Sozial- und Governance-Prinzipien (ESG) in ihre tägliche Arbeit zu integrieren. Vom 22. bis 24. Juli 2025 fand dazu ein Partnertreffen beim Leadpartner ACEEU (Accreditation Council for Entrepreneurial and Engaged Universities) in Münster statt. Für den Kreis Steinfurt nahmen Varvara Leinz, Unternehmensservice WESt mbH und Ursula Wermelt, Projektkoordinatorin energieland2050 e.V. teil.

Projektziele und Schwerpunkte
Gestartet im Rahmen des EU-Programms Erasmus+, legt das Projekt einen besonderen Fokus auf den Agrar- und Lebensmittelsektor und unterstützt vor allem ländliche Unternehmen bei der Umsetzung nachhaltiger Praktiken.

Kern des Projekts ist die Entwicklung eines Online-Weiterbildungskurses für Nachhaltigkeitsverantwortliche. Die Schulungsmaterialien sollen so gestaltet sein, dass sie von Unternehmen jeder Größe flexibel genutzt werden können – mit dem Ziel, eigene ESG-Strategien zu entwickeln, umzusetzen und zu überwachen. Ein weiteres Element ist eine App („Simulation Game“), die KMU künftig kostenfrei zur Verfügung stehen wird. In einer virtuellen Unternehmensumgebung sollen die Nutzer spielerisch ESG-Prinzipien anwenden, reale Szenarien durchspielen, Entscheidungen auf Basis von ESG-Daten treffen und deren Auswirkungen auf die Unternehmensleistung erleben.

Austausch und Best Practices
Am Treffen in Münster nahmen Projektvertreterinnen und -vertreter aus Italien, Slowenien, Griechenland, Zypern und Deutschland teil. Das Programm umfasste mehrere Vorträge, Führungen, Austauschrunden und Workshops.

Highlights des dreitägigen Treffens:

  • Ursula Wermelt von energieland2050 e.V. stellte die Serviceangebote des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt vor. So hatten die Projektpartner aus dem Ausland die Gelegenheit, kommunale Strategien und Herangehensweisen für eine nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene in Deutschland kennenzulernen und sich darüber auszutauschen.
  • Rike Kappler, Gründerin und Geschäftsführerin der Biobäckerei Cibaria führte die europäische Projektgruppe durch die Produktion und gab Einblicke in die nachhaltige Unternehmensphilosophie ihres Betriebs.
  • Die Initiative Fairteilbar aus Münster führte einen Workshop zum Thema Lebensmittelverschwendung durch und zeigte auf, wie Privatpersonen und Organisationen Abfall reduzieren und gleichzeitig einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten können.

Darüber hinaus präsentierten die Partner den aktuellen Stand ihrer Arbeitspakete, darunter die Entwicklung der Weiterbildungsmodule und die Sammlung von ESG-Praxisbeispielen aus den jeweiligen Ländern. Aus dem Kreis Steinfurt berichtete die WESt über die Nachhaltigkeitsstrategie der Confiserie Rabbel aus Westerkappeln – als Praxisbeispiel für ESG-Anwendungen in Unternehmen des Agri-Food-Sektors im ländlichen Raum.

Ausblick
Nach der Fertigstellung der Weiterbildungsmodule und der Inhalte der App werden die Materialien in die Landessprachen der Partnerländer übersetzt und über eine Online-Plattform öffentlich zugänglich gemacht.

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der offiziellen Website verfügbar: www.esg4smes.eu

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