WiReSt präsentiert Projektergebnisse beim Forum deutscher Wirtschaftsförderungen
Chip-Lieferengpässe, stockende Rohstoffströme, verzögerte Produktion – die aktuellen Nachrichten zeigen deutlich: Lieferketten-Resilienz ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern eine akute Notwendigkeit. Die einst berechenbare Welt der globalen Lieferketten gerät zunehmend ins Wanken. Was früher als selbstverständlich galt – planbare Bestellungen und sichere Lieferungen – zeigt sich heute brüchig und störanfällig. Dennoch scheint selbst in vielen Chefetagen der deutschen Industrie noch immer nicht vollständig angekommen zu sein, wie wichtig flexible Bezugsstrukturen für kritische Inputgüter sind. Resiliente Lieferketten erfordern rechtzeitige Vorsorge!
Genau hier setzte das mit der FH Münster durchgeführte Gemeinschaftsprojekt WiReSt – Wirtschaftliche Resilienz im Kreis Steinfurt an, das mit konkreten Tools und Impulsen das Thema Lieferketten-Resilienz in den Mittelpunkt stellte. Die WESt wurde ausgewählt, ihre Erkenntnisse und strategischen Ansätze auf dem Forum deutscher Wirtschaftsförderungen in Frankfurt einzubringen – dem wichtigsten jährlichen Branchentreffen für Fach- und Führungskräfte aus deutschen Wirtschaftsförderungen.
Praxisforum „Nachhaltigkeit und Transformation – Wirtschaftsförderung als Mitgestalterin einer resilienteren Wirtschaft“
Im Rahmen des Praxisforums durfte Projektkoordinatorin Mechthild Leiwering-Hillers zum Thema „Lieferketten-Resilienz – ein Schlüssel zum Erfolg in einer volatilen Welt“ referieren. Im Spotlight standen das mit Pilotunternehmen aus dem Kreis Steinfurt entwickelte KI-unterstützte Lieferkettenfrühwarnsystem und der aus zahlreichen Praxisworkshops entstandene WiReSt-Guide mit den zentralen Handlungsfeldern:
- Digitalisierung
- Risikomanagement
- Lieferantenmanagement
- Globale Lieferketten
- Regionale Lieferketten
- Innovationsmanagement
Mechthild Leiwering-Hillers machte deutlich:
- Resilienz ist eine Gemeinschaftsaufgabe innerhalb des Unternehmens und in der Region!
- Die „Supply Chain der Zukunft“ gibt es nicht! Wichtig ist ein struktureller Rahmen und eine Kultur, die Innovationskompetenzen fordert und fördert.
- Die Etablierung resilienzfördernder Strukturen gelingt durch:
- funktionale Schnittstellenakteure – wie die Wirtschaftsförderung,
- eine umfassende Datengrundlage,
- intelligente Tools zur Selbstbewertung und Krisenfrüherkennung,
- enge Netzwerke mit Unternehmen und Kommunen sowie
- die konsequente Integration in regionale Planungs- und Entscheidungsprozesse.
Die Wirtschaftsförderung als strategischer Partner für Unternehmen
Wirtschaftsförderungen können hier zentrale Rollen spielen: als Impulsgeber, Vernetzer, Moderatoren, Fördermittel-Lotsen und Innovationspartner.
In Nachfragen und Anschlussgesprächen signalisierten die Teilnehmenden des Forums großes Interesse und Wertschätzung für die unternehmensnahen Erkenntnisse aus dem Kreis Steinfurt, denn es wird immer deutlicher:
Transformation, Nachhaltigkeit und Resilienz sind gemeinsame Aufgaben – und mit aktiver Unterstützung durch die Wirtschaftsförderungen besser zu bewältigen. Projekte wie WiReSt ermöglichen, regionale Unternehmensnetzwerke zu stärken,
Wissen zu Risikomanagement und resilienzorientierter Planung zugänglich zu machen und langfristig robuste Wirtschaftsstrukturen zu entwickeln.
Fazit: Lieferketten-Resilienz bleibt Top-Thema
Die Teilnahme am Forum deutscher Wirtschaftsförderungen zeigte, wie wichtig der Austausch über aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Lösungsansätze ist. Die Chip-Lieferengpässe führen es aktuell eindrucksvoll vor Augen: Eine vorausschauende und resiliente Lieferkettenstrategie ist unverzichtbar – für Unternehmen ebenso wie für ganze Wirtschaftsregionen. Die WESt wird diesen Weg konsequent weitergehen und ihre Expertise aus dem Projekt WiReSt in die regionale Transformation einbringen – für eine widerstandsfähige, nachhaltige und erfolgreiche Wirtschaft von morgen.
Das Vorhaben „WiReSt“ wurde innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert.


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