„Vernetzt euch!“: Gründertag 2019 in der Gempthalle in Lengerich

veröffentlicht am 28. März, 2019
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Zum Auftakt des Gründertags 2019 wurde es erst einmal sportlich: Weil sich trotz des sonnigen Frühlingswetters am 22. März noch einige Personen spontan dazu entschieden, in die Gempthalle nach Lengerich zu kommen, mussten zusätzliche Stuhlreihen aufgestellt werden.

„Das ist doch ein gutes Zeichen für den Start einer solchen Veranstaltung“, begann Benjamin Häring vom Placebo-Theater Münster seine Moderation des Gründertags 2019, der von der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt) mbH ausgerichtet wurde. Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste anschließend vom Bürgermeister der Stadt Lengerich, Wilhelm Möhrke, und der WESt-Geschäftsführerin Birgit Neyer.

Als erster von zwei Keynote-Speakern sprach André Keeve über seine Erfahrungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Keeve war viele Jahre erfolgreich im Management von Axel Springer und der Deutschen Post tätig und verantwortete dort unter anderem Digitalisierungsprozesse. Nach einiger Zeit zog es ihn aber wieder zurück in den Kreis Steinfurt, wo er das Unternehmen Softwaresysteme Keeve GmbH, das sein Vater seit den 80er-Jahren leitete, übernahm. „Bis dahin hatte ich eine gute Zeit in den Konzernen verbracht, aber ich war an den Punkt gekommen, dass ich etwas Eigenes machen wollte“, so Keeve. Mittlerweile hat er die Ibbenbürener Firma in RHAPSODY Software Solutions umbenannt, weil es ihm, wie er sagt, „um das Produkt geht“. Darüber hinaus installierte er für eine bessere interne Kommunikation ein Messenger-System. Überhaupt habe er sich, so Keeve, in den letzten 12 Monaten intensiv mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt, um für jeden Mitarbeiter mehr Transparenz über alle wichtigen Abläufe zu schaffen. Außerdem möchte der Jungunternehmer – ganz im Sinne von „New Work“ – für alle Beschäftigten ein neues Umfeld schaffen. Dazu gehöre auch der Umzug in neue Räumlichkeiten, der in diesem Jahr über die Bühne gehen soll. Dem Standort Ibbenbüren bleibe man dabei treu. „Achten Sie darauf, dass Sie digital denken, wenn Sie etwas Neues aufbauen“, lautete der Rat von André Keeve an die Zuhörer in der Gempthalle.

Im Anschluss an den ersten Vortrag begann der Messeteil der Veranstaltung. Über 30 Aussteller und Experten präsentierten den Besucherinnen und Besuchern ihr Angebot rund um das Thema Gründung. Neu war in diesem Jahr das Format „Grill the Expert“: An insgesamt acht Thementischen konnten Gründungsinteressierte ihre Fragen an ausgewiesene Expertinnen und Experten in ihren Fachbereichen richten. Die Thementische orientierten sich dabei an den typischen Herausforderungen, die sich Gründungsinteressierten beispielsweise stellen: Wo bekomme ich Geld her? Ist mein Plan wasserdicht? Oder: Wie baue ich ein Netzwerk auf? Für einen erfolgreichen Start des eigenen Business müssen solche Fragestellungen abgeklärt sein.

Nach dem ersten Durchgang von „Grill the Expert“ hatten drei Personen die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee im Rahmen von Kurzpräsentationen, sogenannten Pitches, dem großen Publikum vorzustellen.

Das Spektrum reichte hier von Patrice van Rees (Werbeagentur) über den Unternehmensberater Hubertus Kuhnt bis hin zu Nina Jans, die Entspannungspädagogik anbietet.

Als zweite Keynote-Speakerin war die 1Live-Moderatorin und Galileo-Reporterin Maike Greine eingeladen, um über ihren Werdegang in der Unterhaltungsbranche zu berichten. Sehr persönlich erzählte Greine dabei auch von einigen gesundheitlichen Rückschlägen und finanziellen Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg bewältigen musste. Ihren „großen Traum“ von einer selbstbestimmten Arbeit in der Unterhaltungsbranche wollte sie dennoch nicht aufgeben, sodass sie eines Tages den Entschluss fasste: „Ich gründe mich einfach selbst“. Sie schrieb ihren eigenen Businessplan und ließ sich umfassend beraten. „Absicherung ist wichtig im Gründungsprozess“, erläuterte Greine und machte den Anwesenden anschließend Mut, sich auszutauschen: „Vernetzt euch! Besucht Veranstaltungen wie diese, denn auf Start-up-Messen zu gehen ist wie gutes Radio zu machen: Man muss quatschen!“ Greine hat für sich einen guten Weg gefunden, mit dem Erwartungsdruck sowohl der Selbständigkeit als auch der Unterhaltungsbranche umzugehen und gab ihrer Zuhörerschaft noch einen persönlichen Ratschlag mit auf den Weg: „Gesteht euch Fehler ein. Denn solange ihr genau das macht, was ihr wirklich wollt, tut auch das Scheitern nicht so weh“.

In ihrem Schlusswort griff Birgit Neyer Aspekte der Keynote von Meike Greine auf und ermunterte die Anwesenden dazu, zum Regisseur ihres eigenen Lebens zu werden.

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