Stadtwerke haben den Grundstein für erwarteten Zuwachs von E-Fahrzeugen gelegt

veröffentlicht am 12. Februar, 2020
Die Ladestation am Aaseebad Ibbenbüren gehört zur Ladeinfrastruktur der Stadtwerke Tecklenburger Land. Als Netzwerkpartner treiben Silke Wesselmann (energieland2050 e.V.), Stadtwerke-Aufsichtsrat Dr. Marc Schrameyer (r.) und Daniel Georg (Stadtwerke Tecklenburger Land) die Entwicklung der öffentlichen Ladeinfrastruktur voran.
Die Ladestation am Aaseebad Ibbenbüren gehört zur Ladeinfrastruktur der Stadtwerke Tecklenburger Land. Als Netzwerkpartner treiben Silke Wesselmann (energieland2050 e.V.), Stadtwerke-Aufsichtsrat Dr. Marc Schrameyer (r.) und Daniel Georg (Stadtwerke Tecklenburger Land) die Entwicklung der öffentlichen Ladeinfrastruktur voran.

64 Ladepunkte der Stadtwerke Tecklenburger Land sind wichtiger Baustein für die Ladeinfrastruktur im Kreis Steinfurt

Das Thema Elektromobilität gewinnt im Kreis Steinfurt zunehmend an Bedeutung. Bis zum Jahr 2030 rechnet der Verein energieland2050 e.V. mit knapp 37.000 E-Fahrzeugen im Kreisgebiet. „Deshalb müssen wir heute die Infrastruktur schaffen, die wir morgen benötigen“, sagt Silke Wesselmann, Geschäftsführerin des energieland2050 e.V. und Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Kreis Steinfurt. Mit ihren aktuell 32 Ladestationen mit insgesamt 64 Ladepunkten leisten die Stadtwerke Tecklenburger Land einen wichtigen Baustein für die zukünftig benötigte Ladeinfrastruktur im Kreis Steinfurt.

„Unser Versorgungsgebiet umfasst etwa 30 Prozent des Kreises Steinfurt. Für ein Stadtwerk unserer Größenordnung ist eine Ladeinfrastruktur, wie wir sie vorhalten, eine echte Hausnummer“, sagt Daniel Georg, Leiter Unternehmenssteuerung und -entwicklung der Stadtwerke Tecklenburger Land. Rund 300.000 Euro hat der regionale Energieversorger bisher in den Aufbau von öffentlich  zugänglichen Ladesäulen in den sieben Stadtwerke-Kommunen Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln investiert. Dazu wurden Fördermittel in Höhe von rund 150.000 Euro in Anspruch genommen. Eine gute Investition, befindet Dr. Marc Schrameyer. „Als Aufsichtsratsvorsitzender bin ich froh, dass wir den Beschluss gefasst haben, die Mittel einzusetzen, um beim Ausbaus der Ladeinfrastruktur voranzugehen. Und das über alle Stadtwerke-Kommunen hinweg“, sagt er. Damit erfüllten die Stadtwerke Tecklenburger Land ihre Rolle als Lösungspartner für die Kommunen. In Zukunft könne jede Stadt und Gemeinde im Versorgungsgebiet in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Tecklenburger Land ihr Ladesäulen-Netz bedarfsorientiert weiterentwickeln.

Steigende Zahl der Ladevorgänge

Die Nachfrage nach öffentlichem Laden steigt, wie die Nutzerzahlen der Stadtwerke Tecklenburger Land belegen. So verbuchte der Energieversorger an seinen öffentlichen Ladestationen im August 2019 insgesamt 228 Ladevorgänge, im Oktober 2019 schon 476 und im Januar 2020 bereits 574 Ladevorgänge. Im Jahr 2019 zählte der Energieversorger insgesamt 3220 Ladevorgänge. Das entspricht einer Leistung von mehr als 300.000 emissionsfreien Kilometern. „Diese Zahl werden wir in diesem Jahr definitiv übertreffen“, prognostiziert Daniel Georg. Das belegen auch die Zahlen des Kreises Steinfurt. Wurden  2015 gerade einmal 129 reine E-Fahrzeuge im Kreis gezählt, waren es zum Jahresende 2019 bereits 688. Hinzu kommen mehr als 2.000 Hybridfahrzeuge zum Stichtag 31. Dezember 2019, die sowohl elektrisch als auch mit Diesel oder Benzin betrieben werden. Wer als Pendler ein E-Fahrzeug benutzt, verfügt in der Regel über Lademöglichkeiten am Wohnort und zunehmend auch beim Arbeitgeber, erklärt Silke Wesselmann. „Wir benötigen aber auch eine leistungsstarke öffentliche Ladeinfrastruktur, um Hemmschwellen abzubauen und die Angst vor zu geringen Reichweiten von E-Fahrzeugen zu nehmen.

TÜV-zertifizierter Naturstrom von hier

Die Ladestationen der Stadtwerke Tecklenburger Land werden mit TÜV-zertifiziertem Naturstrom versorgt, der auch in der Region gewonnen wird. Genau dieses Ziel verfolgt  der Verein energieland2050 e.V. mit seinem Elektromobilitätskonzept. „Das ist ein Beitrag zur Mobilitätswende und zur Reduktion der lokalen Emissionsbelastung“, betont Silke Wesselmann. Auch die Stadt Ibbenbüren arbeitet an Konzepten zur Verkehrswende. „Der Ausbau der E-Mobilität ist für uns Kommunen hier auf dem Lande ein wichtiger Baustein, um die notwendige CO2-Reduktion auch im Verkehrsbereich zu erreichen. Wir brauchen eine funktionsfähige Ladeinfrastruktur, um die Verkehrswende einzuleiten“, sagt Dr. Marc Schrameyer. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Tecklenburger Land plant die Stadt Ibbenbüren weitere öffentliche Ladepunkte, zum Beispiel am Bahnhof Laggenbeck und in Püsselbüren-Esch.

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