Rückblick: „Vereinbarkeit von Beruf & Pflege – ein Beitrag zur Fachkräftesicherung“
Wie kann die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gelingen und welchen Beitrag leistet sie zur Fachkräftesicherung? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der regionalen Netzwerkveranstaltung „Vereinbarkeit von Beruf & Pflege – ein Beitrag zur Fachkräftesicherung“, zu der das Servicezentrum des Landesprogramms zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Stadt Münster, der Kreise Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und Borken sowie dem Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V. am 12. November nach Münster eingeladen hatte.
Die Veranstaltung richtete sich an Arbeitgeber:innen, Personalverantwortliche und Beschäftigte, die sich für das Thema Vereinbarkeit interessieren und aktiv an Lösungen mitwirken möchten. Ziel war es, Sensibilität für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu schaffen, Vernetzung und Austausch zu fördern und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen aufzuzeigen.
Kooperation und Austausch als Schlüssel zur Fachkräftesicherung
In Fachvorträgen und offenen Gesprächsrunden wurde deutlich, dass gelebte Vereinbarkeit ein wichtiger Baustein erfolgreicher Fachkräftesicherung ist. Unternehmen, die Pflegeverantwortung im Arbeitsalltag mitdenken, profitieren von höherer Zufriedenheit und Bindung ihrer Mitarbeitenden und stärken zugleich ihre Arbeitgeberattraktivität.
Zudem zeigte sich, dass die Vernetzung zwischen Unternehmen und mit Akteur:innen aus der Versorgungswelt entscheidend ist, um tragfähige Lösungen zu entwickeln. Das Landesprogramm zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bietet hierfür eine wertvolle Plattform – mit Informationen, Beratung und Best-Practice-Beispielen, die Betriebe bei der Weiterentwicklung eigener Konzepte unterstützen.
Praxisnahe Einblicke aus Unternehmen
Wie Vereinbarkeit in der Praxis gelingen kann, wurde im Panelgespräch mit Isabelle Löchte von der LVM Versicherung und Elke Willingmann von der Kommunix GmbH deutlich. Beide Unternehmen sind Vereinbarkeitspartner des Landesprogramms und präsentierten ihre Ansätze zur Unterstützung pflegender Beschäftigter. Ihre Beispiele zeigten eindrücklich, dass Vereinbarkeitslösungen nicht nur möglich, sondern betriebswirtschaftlich sinnvoll sind, und dass kleine Schritte oft große Wirkung entfalten können.
Vernetzung auf Augenhöhe
Der Vernetzungsgedanke zog sich durch die gesamte Veranstaltung: In den Pausen und an den Ausstellerständen kamen Vertreter:innen aus Unternehmen, Pflege und Beratung miteinander ins Gespräch. Die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe für Münster und Warendorf, die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz für Münster und das Münsterland, die AOK NordWest sowie das Servicezentrum Pflegevereinbarkeit selbst boten vielfältige Informationen und luden zu weiterführenden Kooperationen ein.
Durch den Tag führte Friederike Holm, die die Diskussionen lebendig moderierte und die Perspektiven von Wirtschaft, Pflege und Politik miteinander in Beziehung setzte.
Fazit
Die Veranstaltung machte deutlich: Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist sowohl eine gesellschaftliche Verantwortung als auch ein strategischer Erfolgsfaktor für Unternehmen. Vernetzung, Austausch und gegenseitige Unterstützung schaffen die Grundlage dafür, dass Lösungen nicht nur gedacht, sondern gelebt werden.

Die Vertreterinnen der beteiligten Wirtschaftsförderungen freuen sich über die ausgebuchte Veranstaltung: Anja Bülters (WESt mbH), Verena Teigeler (Wirtschaftsförderung Münster GmbH), Kerstin Schmitt (WFG für den Kreis Borken mbH) und Kirsten Tacke-Klaus (wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH)
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