Informationen und nützliche Links für Unternehmen während der Corona-Pandemie

veröffentlicht am 11. Mai, 2021
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Antworten zu den Fragen, die unsere Unternehmen stellen, finden Sie auf dieser Seite.
Informieren Sie sich zum Datenschutz, zur Mitarbeitertestung, zum Homeoffice und zur Impfung. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert.

Welche Corona-Regeln gelten in NRW? Was bedeutet die neue 3G-Regel? Wann und wo ist welcher Nachweis nötig? Wo gilt eine Maskenpflicht?
Einen Überblick finden Sie hier.

Welchen Grund haben die Corona-Regeln?
Mit den neuen Corona-Regeln will die Landesregierung nach Angaben des Gesundheitsministeriums die erneut steigenden Infektions- und Hospitalisierungszahlen begrenzen. Die Einschränkungen sollen insbesondere gewährleisten, dass es weiterhin ausreichend medizinische Versorgungskapazitäten gibt.

2G, 2G plus und 3G – was steckt hinter diesen Regeln?

  • 2G: Zutritt oder Teilnahme nur für Genesene und Geimpfte
  • 2G plus: Zutritt oder Teilnahme nur für Genesene und Geimpfte mit Test (maximal 24 Stunden alter Schnelltest oder 48 Stunden alter PCR-Test)
  • 3G: Zutritt oder Teilnahme für Genesene, Geimpfte und Getestete (maximal 24 Stunden alter Schnelltest oder 48 Stunden alter PCR-Test)

Was bedeutet die 3G-Regel für den Arbeitsplatz?
Auch am Arbeitsplatz gilt nun 3G. Alle Beschäftigten sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen bei Betreten einer Arbeitsstätte nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Die Regelung im Infektionsschutzgesetz gilt bis einschließlich dem 19. März.

 

Leitindikatoren

Anhand welcher Leitindikatoren wird das Infektionsgeschehen bewertet?

Als Folge der Änderungen im Infektionsschutzgesetz des Bundes (IfSG) (§ 28a Abs. 3 Sätze 2 bis 13 IfSG) hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium die Corona-Schutzverordnung aktualisiert. Zur Bewertung des Infektionsgeschehens werden ab sofort die drei folgenden Leitindikatoren herangezogen:

  • 7-Tage-Inzidenz
  • 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz (Fälle der Coronapatienten im Krankenhaus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen)
  • Auslastung der Intensivbetten

Daher wurde in der Corona-Schutzverordnung der bisher als Grenzwert bestimmter Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz gestrichen.

Die inzwischen bekannte 3G-Regelung, die aufgrund dieses Grenzwertes seit Anfang August landesweit für den Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen gilt, bleibt aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens auch unter Berücksichtigung der neuen Leitindikatoren bis auf weiteres unverändert bestehen.

Aufgrund der aktuellen Stabilisierung der Werte aller relevanten Indikatoren in Nordrhein-Westfalen verzichtet das Gesundheitsministerium derzeit bewusst auf die Festlegung von pauschalen Grenzwerten für die einzelnen neuen Indikatoren.

Was besagt die 7-Tage-Inzidenz?

Steigt die bereits bekannte 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen, bedeutet das, dass sich die Infektion schneller und breiter in der Bevölkerung ausbreitet.

Insbesondere die altersbezogenen Inzidenzen sind nach wie vor ein guter Maßstab dafür, in welchem Ausmaß vulnerable Bevölkerungsgruppen betroffen sind. Anhand der Inzidenz kann die Wirksamkeit von Corona-Schutzmaßnahmen relativ zeitnah abgelesen werden.

Zudem bleibt die 7-Tage-Inzidenz ein guter Indikator dafür, in welchem Maß eine Kontaktpersonennachverfolgung noch möglich ist.

Die 7-Tage-Inzidenz ist darüber hinaus ein wichtiger Frühindikator für das Geschehen in den Krankenhäusern.

Was ist mit der 7-Tage-Hospitalisierung gemeint?

Die 7-Tage-Hospitalisierung misst, wie viele infizierte Personen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Sie ist damit ein Indikator für die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und kann einen frühen Hinweis auf eine drohende Überlastung des Gesundheits- und Krankenhaussystems geben.

Für den Hospitalisierungsindikator werden in Nordrhein-Westfalen zwei Werte ausgewiesen:

  1. Der anhand der Vorgaben des RKIs berechnete Wert. Dieser beruht auf den Meldungen der Gesundheitsämter, die den bereits von ihnen gemeldeten Infektionsfällen nachträglich die namentlichen Einweisungsmeldungen aus den Krankenhäusern zuordnen. Dieser Wert ist vor allem bedeutsam, weil er bundesweit einheitlich errechnet wird und damit eine bundeseinheitliche Bewertung des Infektionsgeschehens ermöglicht. Allerdings erfordert der Wert eine Einzelfallbearbeitung jedes Infektionsfalles durch die Gesundheitsämter, die gerade in der aktuellen Belastungssituation manchmal erst nach einigen Arbeitstagen abgeschlossen ist.
  2. Um zusätzlich einen aktuelleren Hinweis auf die Hospitalisierungen zu ermöglichen, wird zusätzlich der Hospitalisierungsindikator ausgewiesen, der sich unmittelbar aus den täglichen (nicht namentlichen) Gesamtmeldungen der Krankenhäuser über die Aufnahme von Covid-19-Patienten im Informationssystem Gefahrenabwehr NRW (IG NRW) ergibt. Dieser Wert ermöglicht eine sehr aktuelle Einschätzung, weicht aber naturgemäß von dem RKI-basierten Wert ab und wird am gleichen Meldetag jedenfalls in Perioden eines ansteigenden Infektionsgeschehens in der Regel höher liegen.

Wo erfahre ich, wie hoch die Inzidenzzahlen im Kreis Steinfurt sind?

Der Kreis Steinfurt hat ein eigenes Covid-19 Dashboard online gestellt, auf dem die aktuellen Zahlen für den Kreis sichtbar sind. Das Dashboard gibt es sowohl für Desktop- als auch für mobile Geräte hier.

 

Mitarbeitertestungen und Testbescheinigungen

Anpassung in dem §28b des Infektionsschutzgesetzes (betrieblichen Infektionsschutzes):

  • betriebliche 3G-Regelungen: Arbeitgeber und Beschäftigte müssen bei Betreten der Arbeitsstätte eine Impf- und Genesenennachweis oder eine aktuelle Bescheinigung über einen negativen Coronatest mitführen. Der Arbeitgeber ist verantwortlich für die Überprüfung der 3G-Nachweise vor dem Betreten der Arbeitsstätten. Er kann unter Beachtung der Anforderungen an den Beschäftigtendatenschutz die Kontrolle auch an geeignete Beschäftigte oder Dritte delegieren.
  • Arbeitgeber müssen kontrollieren, ob die Beschäftigten dieser Verpflichtung nachkommen und diese Kontrollen dokumentieren.
  • Homeoffice-Pflicht: Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.

Woher bekomme ich die Schutzausrüstung oder Desinfektionsmaterial?

Anbieter von Schutzausrüstung und Desinfektionsmaterial finden Sie über die Datenbank PROTECT[x].

Kann ich meine Mitarbeiter grundsätzlich zu Tests verpflichten?
Die Wahrnehmung von testangeboten auf Grundlage der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ist den Beschäftigten freigestellt. Die Bundesregierung empfiehlt jedoch, das Testangebot anzunehmen.

Muss ich meinen Mitarbeitern eine Testbescheinigung ausstellen?

Eine Verpflichtung des Arbeitgebers, den Beschäftigten eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen, besteht aufgrund der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung nicht. Die Testbescheinigung ist daher eine freiwillige Leistung.

Wie registriert sich ein Unternehmen, um den Mitarbeitern eine Testbescheinigung auszustellen?

Sie können Ihr Unternehmen beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) registrieren.

Ist das bei der Registrierungsbestätigung zugesandte Bescheinigungsformular zwingend?

Wir empfehlen die Verwendung des offiziellen Formularsvom MAGS. Nach erfolgreicher Registrierung wird es Ihnen zur Verfügung gestellt. Auf der Grundlage des offiziellen Formulars können auch eigene Formulare ausgestellt werden.

Wie ist das Verfahren bei einem positiven Ergebnis?

Ein positives Selbsttest-Ergebnis stellt noch keine sichere Infektion mit SARS-CoV-2 dar. Die positiv getestete Person sollte sich jedoch unverzüglich isolieren, den Arbeitgeber informieren und Kontakt zum Gesundheitsamt oder zum Hausarzt aufnehmen, um die Testung durch einen PCR-Test bestätigen zu lassen. Positive Ergebnisse von Antigen-Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden, sind dagegen meldepflichtig (vgl. § 1 Abs. 7 und 8 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung).

Bin ich als Arbeitgeber verpflichtet, jeden Coronafall zu melden?

Eine Meldung beim zuständigen Gesundheitsamt ist Pflicht. (vgl. § 1 Abs. 7 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung).

Wie sind die Testangebote zu veröffentlichen und mit welchem Inhalt?

Wir empfehlen eine Veröffentlichung per E-Mail, Aushang am schwarzen Brett, Aushang an der Stempeluhr und/oder auf der internen Mitarbeiter-Website, so dass alle Mitarbeiter von dem Angebot erfahren können.

Das Testangebot sollte folgende Informationen beinhalten:

  • Die Zusicherung, dass die Annahme des Angebots freiwillig ist und weder die Annahme noch die Ablehnung des Testangebots zu Nachteilen für die Beschäftigten führt.
  • Die Bestätigung, dass den Beschäftigten durch den Test keine Kosten entstehen.
  • Den Appell, die angebotenen Tests regelmäßig wahrzunehmen, um die Kolleginnen und Kollegen und auch andere Personen vor Infektionen zu schützen.
  • Wie, wo und zu welchen Zeiten die Tests jeweils durchgeführt werden.
  • Bei Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung Hinweise zur bestimmungsgemäßen Anwendung.

Vorgehen im Falle positiver Testergebnisse.

Woher kann ich Tests beziehen?

Im Einzelhandel, im Großhandel, Apotheken oder Drogerien.

Woher weiß ich, ob diese Tests zugelassen sind?

Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Können Kunden getestet werden?

Kunden können in Bürgerteststellen oder von beauftragten Dritten (z.B. Apotheken, Ärzte) getestet werden.

Wie kann ich ein Bürgertestzentrum eröffnen?

Nehmen Sie dafür Kontakt zu Ihrem Gesundheitsamt auf. Es gilt die vom Ministerium festgelegten Mindeststandards zu beachten.

Was ist geschultes/fachkundiges Personal im Rahmen der Corona-Betriebstestung?

Gemäß § 4 Abs. 5 in Verbindung mit Abs. 2 Medizinprodukte-Betreiberverordnung darf ein Betreiber beispielsweise von Schulen, Pflegeheimen, Unternehmen Personen mit dem Anwenden von PoC-Antigentests beauftragen. Diese Person muss die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben sowie in das anzuwendende Medizinprodukt eingewiesen werden. Somit ist die Sachkenntnis entscheidend, also die korrekte Anwendung des jeweiligen Medizinprodukts auf Basis einer Schulung.

Der Betreiber einer Einrichtung, wie z. B. ein Unternehmen, muss mit Blick auf das zur Verfügung stehende Personal prüfen, wer in der Lage ist, den betreffenden Test nach einer entsprechenden Einweisung/Schulung durchzuführen. Dabei ist die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Tests zu berücksichtigen. Der Betreiber muss in einer Einzelfallbetrachtung weiterhin prüfen, ob eine bestimmte Person mit einer entsprechenden Einweisung für die Anwendung des betreffenden Tests ausreichend qualifiziert ist. Die Durchführung eines Schnelltests ist in der Regel unkompliziert. Wichtig ist, dass v. a. die Abläufe exakt eingehalten werden. Deshalb ist eine Person auszuwählen, die sich insbesondere durch Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Entschlossenheit auszeichnet.

Es ist davon auszugehen, dass ein Mitarbeiter medizinisch fachkundig ist, wenn er eine mindestens dreijährige medizinische Fachausbildung besitzt (medizinische Fachangestellte, Ärzte, Heilpraktiker).

Wie kann eine fachkundige Schulung erfolgen?

Die Schulung von Personal für die Abstriche bzw. Spucktests und für die sachgerechte Anwendung von Antigenschnelltests nach den Angaben des Schnelltest-Herstellers soll möglichst durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bzw. Betriebsärztinnen und -ärzte durchgeführt werden. Alternativ kann sog. medizinisches Fachpersonal eingesetzt werden. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht näher definiert. Wichtig ist, dass dieses Personal die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse in der Durchführung von Nasen-Rachen-Abstrichen und in der Anwendung des jeweiligen Antigenschnelltests besitzt. Da Testsysteme je nach Hersteller unterschiedlich anzuwenden sein können, ist eine testbezogene Schulung notwendig.

Für Schulungen kann man Haus- und Betriebsärzte oder die Gesundheitsämter ansprechen. Das Kursangebot des Deutschen Roten Kreuzes in NRW ist z. B. hier zu finden. Die DEKRA Akademie bietet Live-Onlinetrainings an, die Übersicht ist hier zu finden. Das Unternehmen muss dokumentieren, welcher Mitarbeiter durch wen, zu welchem Zeitpunkt und zu welchen Inhalten geschult wurde. Der Kurs sollte als „Sachkundeschulung – Durchführung von Corona-PoC-Antigen-Schnelltest inkl. Medizinprodukteschulung“ anerkannt sein.

Welche Inhalte werden in den fachkundigen Schulungen vermittelt?

Inhalte einer fachkundigen Schulung sollen sein: Erkennen von Fehlerquellen, Verhalten bei positiven Ergebnissen, Abstriche vornehmen/beaufsichtigen, Gestaltung der Testumgebung, Funktionsweise der PoC-Antigen-Test, Medizinprodukte-Grundschulung usw.

Können auch Dienstleister mit der Durchführung des Tests beauftragt werden?
Die Durchführung von Testung der Beschäftigten kann auch durch Dritte z.B. durch geeignete Dienstleister oder anerkannte Testzentren/Teststellen erfolgen. Hierbei ist zu beachten, dass die wöchentlichen kostenlosen Bürgertests nicht für die Testung der Beschäftigten durch die Arbeitgeber zur Verfügung stehen.Werden Dienstleister für die Testung der Beschäftigten beauftragt, so muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass nur Personen die Tests durchführen, die über die erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung verfügen und entsprechend eingewiesen sind.

Wer zahlt die Tests?
Die Kosten für Schulung, Raum, Material und Tests werden durch die Firma getragen. Unterbestimmten Voraussetzungen sind Hilfen über die Überbrückungshilfe III möglich. Beschäftigte haben eigenverantwortlich Sorge dafür zu tragen, dass sie gültige 3G-Nachweise vorlegen können. Beschäftigte und Arbeitgeber können hierfür die kostenfreien Bürgertests oder Testangebote des Arbeitgebers in Anspruch nehmen, zu denen diese aufgrund der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung oder anderer Rechtsnormen verpflichtet sind, wenn diese unter Aufsicht durchgeführt werden. Die zusätzlichen Bestimmungen des § 28b Abs. 2 IfSG sind zu beachten.Ein Anspruch der Beschäftigten, dass der Arbeitgeber im Rahmen seiner Testangebotspflicht gemäß § 4 SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung Testungen anbietet, die die Anforderungen des § 28b Abs.1 IfSG erfüllen, besteht nicht. Dem Arbeitgeber ist weiterhin freigestellt, in welcher Form er diese Testungen anbietet.

Muss ich als Unternehmer eine Mitarbeitertestung anbieten?

Die Pflicht zur Mitarbeitertestung ist gesetzlich verankert. Die Testpflicht greift für Personen, die wegen Urlaub, Zeitausgleich o.ä. fünf Werktage oder länger nicht im Betrieb waren. [Wer z.B. wegen Teilzeit/Schichtarbeit nur einen Tag in der Woche arbeitet und diesen Tag Urlaub hat, fällt auch unter die Regelung. D.h. die Testung greift immer dann, wenn man eine komplette Arbeitswoche „urlaubsbedingt“ nicht im Betrieb war. Die Testpflicht gilt aber nicht, wenn die Abwesenheit nicht auf Urlaub, sondern auf einer Abwesenheit durch Krankheit, Schichtarbeit, Home-Office, Dienstreisen etc. beruht (vgl. § 4 Abs. 7 Coronaschutzverordnung).

Arbeitgeber sind weiterhin verpflichtet, in ihren Betrieben mind. zweimal pro Woche für alle in Präsenz Arbeitenden Antigenschnell- oder Selbsttests anzubieten (vgl. § 4 Abs. 1 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung). Ausnahmen für vollständig Geimpfte bzw. von einer COVID-19 Erkrankung genesene Beschäftigte sind vorgesehen. Diese Testangebote sind nicht erforderlich, soweit der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellt oder einen bestehenden gleichwertigen Schutz nachweisen kann (vgl. § 4 Abs. 2 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung).

Die betrieblichen Testangebote dienen dazu, den Eintrag von Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Coronavirus in die Betriebe zu verhindern. Teilzeitbeschäftigte sind grundsätzlich genauso wie Vollzeitkräfte zu behandeln. Allerdings muss Beschäftigten, die an weniger als zwei Tagen in der Woche im Betrieb anwesend sind, auch nur an den jeweiligen Tagen ihrer Anwesenheit ein Testangebot unterbreitet werden. Umgekehrt muss Teilzeitbeschäftigten, die häufiger als einmal in der Woche im Betrieb anwesend sind, mindestens zweimal ein Testangebot gemacht werden. Die Dauer und der Anlass der Anwesenheit im Betrieb sind dabei unerheblich.

Wie oft muss getestet werden?

Es müssen mindestens zwei Mitarbeitertests pro Woche angeboten werden.

Die betrieblichen Testangebote dienen dazu, den Eintrag von Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Coronavirus in die Betriebe zu verhindern. Teilzeitbeschäftigte sind grundsätzlich genauso wie Vollzeitkräfte zu behandeln. Allerdings muss Beschäftigten, die an weniger als zwei Tagen in der Woche im Betrieb anwesend sind, auch nur an den jeweiligen Tagen ihrer Anwesenheit ein Testangebot unterbreitet werden. Umgekehrt muss Teilzeitbeschäftigten, die häufiger als einmal in der Woche im Betrieb anwesend sind, mindestens zweimal ein Testangebot gemacht werden. Die Dauer und der Anlass der Anwesenheit im Betrieb sind dabei unerheblich.

Wie muss die Dokumentation stattfinden?

Für die Dokumentation der Testungen genügt es, Name, Vorname von Aufsichtsführenden und Probanden sowie Datum und Uhrzeit der Probenahme zum Beispiel in einer Tabelle -gegebenenfalls auch digital- zu dokumentieren. Die Daten sind spätestens sechs Monate nach ihrer Erhebung zu löschen.

Können Familienangehörige getestet werden?

Familienangehörige können nur in Bürgerteststellen oder von beauftragten Dritten (z.B. Apotheken, Ärzte) getestet werden.

 

Datenschutz

Wie verhält es sich mit dem Datenschutz?

Personenbezogene Daten, vor allem Daten über den Gesundheitszustand von Mitarbeitern, sind sehr sensibel zu behandeln. Jedoch ist im Rahmen der Pandemiebekämpfung die Verarbeitung der personenbezogenen Daten und die Weitergabe des Testergebnisses an die Gesundheitsbehörde mit der Datenschutz-Grundverordnung vereinbar. Die Mitarbeiter sind bei der Weitergabe unverzüglich zu informieren.

 

Homeoffice

Arbeitsplätze im Homeoffice sind keine Arbeitsstätten im Sinne des § 28b IfSG, so dass Beschäftigte, die ausschließlich von ihrer Wohnung aus arbeiten, keinen entsprechenden Nachweispflichten unterliegen. Ein Anspruch ungeimpfter bzw. nicht genesener Beschäftigter auf Arbeit im Homeoffice lässt sich aus den Nachweispflichten des § 28b IfSG nicht ableiten.

Muss ich als Unternehmen meinen Mitarbeitern Homeoffice anbieten?

Das Angebot zum Homeoffice hat sich als wirksame Maßnahme zur Reduzierung betriebsbedingter Personenkontakte bewährt. Durch die Ausführung von Tätigkeiten im Homeoffice werden nicht nur Personenkontakte im Betrieb vermieden beziehungsweise verringert, sondern auch auf dem Weg von und zur Arbeit.

Muss ein Arbeitnehmer das Homeofficeangebot annehmen?

Beschäftigte sind grundsätzlich verpflichtet, ein vom Arbeitgeber unterbreitetes Angebot zur Arbeit im Homeoffic anzunehmen, sofern iherseits keine Gründe entgegenstehen. Dies können z.B. mangelnde räumliche und technische Gegebenheiten in der Wohnung des Beschäftigten sein. Es genügt eine formlose Mitteilung des Beschäftigten, dass seine persönlichen Umstände Homeoffice nicht zulassen.

 

Impfung und Impfberechtigung

Umfrage zur Impforganisation Covid 19

In Kooperation mit dem Unternehmernetzwerk Laer UNL e. V., dem Wirtschaftsforum Greven e.V. und dem Wirtschaftsvereinigung Steinfurt e.V. hat die WESt mbH eine Umfrage zu der aktuellen Impfsituation in Unternehmen ins Leben gerufen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie daran teilnehmen würden.

Ist Impfzeit Arbeitszeit?

Da die Impfung grundsätzlich nur mit der Einwilligung der Mitarbeiter, also freiwillig, erfolgen kann, müssen sich die Mitarbeiter bemühen, den Impftermin während ihrer Freizeit wahrzunehmen. Eine Vergütungspflicht von Seiten des Arbeitgebers entfällt somit. Da die Impfung auch nicht als krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit zu werten ist, finden die Grundsätze der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ebenfalls keine Anwendung. Im Interesse einer hohen Impfbereitschaft in der Belegschaft empfiehlt sich allerdings die Überlegung, ob kulante Regelungen umgesetzt werden können.

Müssen sich Arbeitnehmer impfen lassen?

Nein, eine gesetzliche Impfpflicht gibt es laut geltender Coronavirus-Impfverordnung nicht. Demnach können die Mitarbeiter in der Regel auch nicht durch eine arbeitsrechtliche Weisung zur Impfung zu verpflichtet werden können. Zudem darf an die Nicht-Impfung keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen wie Abmahnungen und Kündigungen geknüpft werden.

 

Weitere wichtige Links für Sie

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Corona Arbeitsschutzverordnung)

Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Robert Koch-Institut

Datenbank PROTEXT (X) der Bezirksregierung Münster und der IHK Nord Westfalen

Anbieter von Corona-Tests/Zentrale Vermarktungsstelle der IHK

Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf

Handwerksblatt

Kreis Steinfurt

Die Luca App im Kreis Steinfurt

 

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