Hilfe und Kontakte zum COVID-19 Virus

Soforthilfe für Solo-Selbstständige

Bis zu 2000€ von der Soforthilfe dürfen für den privaten Lebensunterhalt genutzt werden – sofern nicht im März/April 2020 Grundsicherung (ALGII) beantragt worden ist. Ähnliches gilt auch für Künstler. Weitere Infos finden Sie hier.

Auch im Kreis Steinfurt steigt die Anzahl der mit dem Corona-Virus infizierten Menschen. Wie sollte man sich verhalten, um die Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen zu schützen? Wo und wie erhalten Sie finanzielle Hilfen, wenn Ihr Unternehmen besonders betroffen ist? Um Ihnen dabei zu helfen, die neue Herausforderung zu meistern, haben wir hier einige Informationen zusammengefasst und einen kurzen Überblick zu wichtigen Anlaufstellen erstellt, wo und wie Sie finanzielle Unterstützung zur Überbrückung von Engpässen beantragen können.

Soforthilfe für Unternehmen

Seit dem 13.05.2020 können auch Gründer einen Antrag stellen, die nach diesem Stichtag mit ihrem Unternehmen gestartet und nun unverschuldet in eine Notlage geraten sind. Gründerinnen und Gründer, die nach dem 31.12.2019 und vor dem 11.03.2020 ihre Waren und Dienstleistungen am Markt angeboten haben, können mit Hilfe eines/r Angehörigen der steuerberatenden Berufe (z. B. Steuerberater/in) einen Antrag stellen. Sie müssen belegen, dass sie bis zum 11.03.2020

  • bereits Umsätze erzielten oder
  • mindestens ein Auftrag durch einen Kunden vorlag oder
  • sie bereits eine langfristige oder dauerhaft wiederkehrende betriebliche Zahlungsverpflichtung eingegangen sind, z. B. ein Pachtvertrag für ein Ladenlokal.

Der Antrag für Gründerinnen und Gründer steht hier bereit und muss von dem oder der Angehörigen der steuerberatenden Berufe ausgefüllt und abgesendet werden: http://gruender-soforthilfe-corona.nrw.de

Allgemeines

Unter www.kreis-steinfurt.de  finden Sie viele nützliche Hinweise, die laufend aktualisiert werden. Die Hotline des Kreises Steinfurt ist rund um die Uhr erreichbar unter Telefon 02551/69-2825.

Merkblätter rund um das Thema Quarantäne sowie Hinweise zu Hygienemaßnahmen in Arabisch, Englisch, Französich, Russisch oder Türkisch finden Sie hier.

Eine gute Übersicht über Schutzmaßnahmen in Unternehmen finden Sie unter diesem Link: https://www.fuer-gruender.de/blog/coronavirus-5-schutzmassnahmen/

Aktuelle Meldungen der Landesregierung finden Sie hier

Allgemeines für Unternehmer

Einige der Maßnahmenpakete ändern sich derzeit täglich. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Website des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html

Kredite für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern

Die Antragstellung ist seit dem 15. April 2020 möglich.

Als Unternehmen, Selbstständiger oder Freiberufler sind Sie durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten und benötigen einen Kredit?

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können Unternehmen ab dem 15.04. (nach Genehmigung der EU-Kommission)  den neuen KfW-Schnellkredit 2020 bei der Bank oder Sparkasse beantragen.

Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes.

Das Wichtigste:

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
  • für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019
    • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
    • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Voraussetzung: Sie haben im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 einen Gewinn erzielt

Weitere Infos erhalten Sie unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/Förderprodukte/KfW-Schnellkredit-(078)/

Für andere Unternehmen gibt es Kredite mit bis zu 80 – 90 % Haftungsfreistellung für die Hausbank.

Bitte sprechen Sie uns an.  https://westmbh.de/ueber-uns/ansprechpartner/#foerdermittelberatung

Steuerstundungen Finanzamt

Zur Entlastung angespannter Liquiditätslagen besteht die Möglichkeit, beim Finanzamt Steuervorauszahlungen herabsetzen zu lassen. Ebenso wird die Gewährung von Stundungen erleichtert.
Anträge auf Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus finden Sie hier.  Das pdf (Stand 19.03.20) können Sie auch hier abrufen.

Kurzarbeitergeld (Agentur für Arbeit)

Informationen zum Thema Kurzarbeitergeld aufgrund der Corona-Krise:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rheine/kug

Der Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit steht Ihnen unter 0800 455 5520 zur Verfügung. Aktuell ist der Sachstand, dass verbal seitens der Bundesregierung kommuniziert wurde, dass bereits rückwirkend ab dem 01.03. mit dem Kurzarbeitergeld auch die Sozialabgaben übernommen werden sollen. Aktuelle Indos finden Sie hier:
https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Liquiditätshilfen

Für Unternehmen, die krisenbedingt in vorübergehenden Schwierigkeiten sind, werden zur Zeit von der KfW zusätzliche Sonderprogramme aufgelegt, die die Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) deutlich erhöhen. Ansprechpartner ist die zuständige Hausbank.

Infos zur Liquiditätssicherung durch die KfW-Bank:
https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Zur Überbrückung von Krediten können die Deutschen Bürgschaftsbanken diese mit Bürgschaften besichern. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann in wenigen Minuten und sicher über das Finanzierungsportal der Deutschen Bürgschaftsbanken gestellt werden.

Infos zur Liquiditätssicherung durch die Bürgschaftsbank NRW:
https://www.bb-nrw.de/de/aktuelles/news/detail/Corona-Krise-Buergschaftsbanken-erweitern-Unterstuetzung-von-KMU/
https://www.kbg-nrw.de/de/produkte/mikromezzaninfonds/

Infos zur Liquiditätssicherung durch die NRW.BANK: Tel. 0211 91741 4800

Infos zur Liquiditätssicherung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/altmaier-zu-coronavirus-stehen-im-engen-kontakt-mit-der-wirtschaft.html
https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Home/home.html

IHK Nord Westfalen zur Finanzierung des Unternehmens bei Liquiditätsengpässen während der Corona Krise:
https://www.ihk-nordwestfalen.de/ihk-service/corona/finanzierung-corona-auswirkungen

Insolvenzantragspflicht

Info des Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz: Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können, soll  durch eine gesetzliche Regelung für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden.
https://www.bmjv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/031620_Insolvenzantragspflicht.html

Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige

Neue Info zur Soforthilfe für Solo-Selbstständige

Bis zu 2000€ von der Soforthilfe dürfen für den privaten Lebensunterhalt genutzt werden – sofern nicht im März/April 2020 Grundsicherung (ALGII) beantragt worden ist. Ähnliches gilt auch für Künstler. Weitere Infos finden Sie hier.

Es gibt erheblichen Bedarf für unbürokratische Soforthilfe zugunsten von Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbständigen und Angehörigen der Freien Berufe, die in der Regel keine Kredite erhalten und über keine Sicherheiten oder weitere Einnahmen verfügen.

Eckpunkte des Soforthilfe-Programms:

Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe

bis zu 10 Beschäftigten.
o Bis 9.000€ Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten

(Vollzeitäquivalente)
o Bis 15.000€ Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten

(Vollzeitäquivalente)

  • Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 % reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.
  • Ziel: Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä (auch komplementär zu den Länderprogrammen)
  • Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Schadenseintritt nach dem 11. März 2020.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-corona-soforthilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Arbeitslosengeld I und II für in Not geratene Unternehmer

Um den elementaren Lebensunterhalt zu gewährleisten, können sich in Not geratene UnternehmerInnen an das Jobcenter im örtlichen Rathaus wenden und dort ergänzend Arbeitslosengeld II beantragen. Die Leistungen werden im Regelfall kurzfristig gewährt. Außerdem übernimmt die Kommune die Aufwendungen für die Krankenversicherung. Im Gegenzug müssen die Einkünfte aus der selbstständigen Tätigkeit, also die Gewinne, angegeben werden, die auf die ALG II-Zahlungen angerechnet werden. Eine Gewerbeabmeldung ist nicht erforderlich.

Sollten noch Restansprüche auf Arbeitslosengeld I vorhanden sein, ist die Agentur für Arbeit der richtige Ansprechpartner. Das restliche Arbeitslosengeld wird dann gezahlt, wenn man dem Arbeitsmarkt für Vermittlungen zu Verfügung steht und die Selbstständigkeit nur noch Nebenerwerbscharakter besitzt. Davon ist auszugehen, wenn die zeitliche Inanspruchnahme dafür weniger als 15 Wochenstunden beträgt. Da häufig die Auszahlung des ALG I nicht unmittelbar erfolgt, sollte parallel auch das Jobcenter beim Rathaus aufgesucht werden.

Verdienstausfälle - Landschaftsverbände entschädigen Verdienstausfälle, wenn Quarantäne angeordnet wurde

Sollten Selbständige und Freiberufler unter Quarantäne gestellt werden, gibt es die Möglichkeit, nach dem Gesetz für Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten, den Verdienstausfall ersetzt zu bekommen. Auch die Lohnfortzahlung für Arbeitnehmer in Quarantäne können Arbeitgeber sich dort zurückerstatten lassen. Für den Kreis Steinfurt entschädigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes.

Hinweise und Antragsformulare für Verdienstausfälle von Arbeitnehmern und Selbständigen, für die von den zuständigen Behörden eine Quarantäne angeordnet wurde, finden Sie hier:
https://www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de/de/

Unter diesen LWL-Servicenummern erhalten Sie Beratung zu Verdienstausfällen bei Quarantäne:
Tel.: 0251 591-8218
Tel.: 0251 591-8411
Tel.: 0251 591-8136

Förderung bei der Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.

Von der Förderung können rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro profitieren. Bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro beträgt der Förderumfang maximal 30 Tage.

Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter 030-97003-333

Häufige Fragen werden hier beantwortet: https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/FAQ/faq.html

Go-digital: https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/Foerdermodell/foerdermodell.html

Beraterlandkarte: https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/Karten/Beratersuche-go-digital/SiteGlobals/Forms/Formulare/beratersuche-go-digital-formular.html

Banken, Versicherungen, Leasinggesellschaften

Überprüfen Sie Ihre Verträge darauf, ob die Möglichkeit von Stundungen besteht bzw. verhandeln Sie mit Ihren Vertragspartnern. Oft lassen sich so gute Lösungen finden und Liquidität schaffen.

Weitere interessante Links:

Notbetreuung im Kreis Steinfurt:

Hinweise und Antrag für die Notbetreuung aufgrund der KiTa- und Schulschließungen (Link zum Jugendamt)

Notfallbetreuung Teilstationäre Tagespflegeeinrichtungen – Antragsformular

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht

Praxisleitfaden der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) „Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie“

 

Für Rückfragen stehe wir Ihnen auch gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung: Tel.: 02551 69 2700 oder post@westmbh.de.

Unsere Unternehmens- und Gründungsberater erreichen Sie folgendermaßen:

Helga Reckenfelderbäumer (02551 69 2706 | helga.reckenfelderbaeumer@westmbh.de)

Rolf Ruppio (02551 69 2774 | rolf.ruppio@westmbh.de)

Alexander Kelm (02551 692709 | alexander.kelm@westmbh.de)

Jan Kemker (02551 692781 | jan.kemker@westmbh.de)