Gemeinsame Absichtserklärung zur grenzüberschreitenden Klimafolgenanpassung von deutschen Landräten und niederländischen dijkgraven unterzeichnet

veröffentlicht am 29. März, 2021
Bild von Tanja Gerls auf Pixabay
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Über die Grenze hin weg gemeinsam die Folgen des Klimawandels angehen – das ist die Botschaft der Absichtserklärung Grenzüberschreitende Klimafolgenanpassung, welche am vergangenen Mittwoch, dem 24. März, von den deutschen Landräten und den niederländischen dijkgraven unterzeichnet wurde. Initiiert wurde die Absichtserklärung durch die Grenzüberschreitende Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW), welche sich seit 2012 für die regionale Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft einsetzt.

Die Spitzen der deutschen Kreise Borken, Steinfurt und Landkreis Grafschaft Bentheim und den niederländischen Wasserbehörden Waterschap Vechtstromen, Rijn en IJssel, Drents Overijsselse Delta kamen am Mittwoch in einer Videokonferenz zusammen, um die Absichtserklärung Grenzüberschreitende Klimafolgenanpassung zu unterzeichnen und den gemeinsamen Willen zur Zusammenarbeit bei diesem Thema zu bekräftigen. Klimafolgenanpassung umfasst verschiedenste Aspekte, wie Dürre, Hitze, Starkregen und Hochwassersicherheit. Diese spielen in der Wasserwirtschaft bereits lange eine zentrale Rolle, die in der Zukunft nur noch größer werden wird.

Getreu dem Motto „Im Alleingang ist man schneller, gemeinsam kommt man weiter“ haben die drei deutschen Kreise und die drei niederländischen Wasserverbände sich zusammengeschlossen, um gemeinsam diese historische Aufgabe anzugehen. Dabei ist es die erklärte Absicht den Worten auch Taten folgen zu lassen und werden bereits erste Pläne für konkrete Umsetzungsprojekte in den kommenden Jahren geschmiedet. Die unterzeichnenden Partner, mit Ausnahme der Waterschap Drents Overijsselse Delta, sind alle Partner der Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW) und verfügen somit über eine fast 10-jährige Erfahrung in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei wasserwirtschaftlichen Fragen. Die Teilnehmer der Videokonferenz sind der Auffassung, dass sich dabei das Konzept der inhaltlichen Zusammenarbeit der einzelnen Behörden unter Beteiligung eines deutsch-niederländischen Koordinierungsbüros mit Sitz in Gronau bewährt.

Die trockenen, heißen Sommer der vergangenen Jahre haben in Deutschland sowie in den Niederlanden die Wasserbehörden vor große Herausforderungen gestellt. Im Arbeitsgebiet der Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW) sind der Klimawandel und seine Folgen bereits spür- und messbar. Vor diesem Hintergrund hat die GPRW im November 2019 bereits eine Regionalkonferenz veranstaltet. Im Anschluss an diese gut besuchte Veranstaltung entstand der Wunsch die gemeinsamen Bemühungen im Bereich Klimafolgenanpassung schriftlich festzuhalten und dem Thema somit noch mehr Gewicht zu verleihen.

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