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Europa feiert Weihnachten

veröffentlicht am 18. Dezember, 2018

„In Vielfalt geeint“, so das Motto der Europäischen Union. Auch unterschiedliche Weihnachtsbräuche kennzeichnen Europa. Ob sie religiösen oder weltlichen Ursprungs sind, wichtig ist das Familien und Freunde sich treffen, um gemeinsam und friedlich das Weihnachtsfest zu begehen.

In Deutschland kann man sich Weihnachten ohne Weihnachtsbaum nicht vorstellen. Nicht nur in den Wohnzimmern hält er Einzug, er schmückt auch in der Adventszeit die zentralen Plätze vieler Städte und das Christkind oder der Weihnachtsmann bringen die Geschenke an Heiligabend. Viele unserer europäischen Nachbarn feiern das Fest oftmals gänzlich anders.

Skandinavien leuchtet

In Skandinavien und vor allem in Schweden feiert man am 13. Dezember das Luciafest. Mit einem Lichterkranz auf dem Kopf sorgt die weiß gewandete Lucia, für angenehm helle Stunden in der Vorweihnachtszeit.

In Schweden, aber auch in Norwegen, Finnland und Dänemark gehört der Julbock, der Weihnachtsbock aus Stroh, zur Weihnachtsdekoration. In Norwegen verkleiden sich Kinder meist ohne Ziegenhaut als Julbock uns sammeln Süßigkeiten. Die Dänen feiern am 23. Dezember den kleinen Weihnachtsabend (lillejuleaften), bevor an Heiligabend die julehygge (Weihnachtsgemütlichkeit) ihren Höhepunkt erreicht. Nach dem Weihnachtsessen tanzen die Familien um den Weihnachtsbaum herum und erst danach werden die Geschenke geöffnet.

Polen denken an Bedürftige

Das katholisch geprägte Polen achtet sehr auf Tradition und Symbolik. Beim reichhaltigen Essen, das immer aus zwölf Gängen besteht kann, wird auch für unerwartete Gäste gedeckt. Oft liegt unter dem Tisch ein kleines Heubüschel für den Esel, der neben dem Jesuskind in der Krippe gewacht hat.

Père Noël kommt in Frankreich

In Frankreich feiert Weihnachten etwas weniger besinnlich. Zu dem festlichen Essen an Heiligabend gehört der „Buche de Noël“, ein aus Biskuitteig und Creme nachgebildeter Baumstamm. Er symbolisiert die Wärme im Kamin, mit welcher man das Christkind willkommen heißt. Geschenke bringt „Père Noël“, der Weihnachtsmann, am 25. Dezember. Am 26. Dezember geht es meist schon wieder in die Arbeit.

Weihnachtslotterie in Spanien

In Spanien stellt die live-Übertragung der Ziehung der Gewinnzahlen der Weihnachtslotterie den Startschuss der Weihnachtsfeiertage am 22. Dezember dar. Der Heiligabend wird im großen Familienkreis mit vielen Leckereien begangen. Nach dem Essen wird die „Urne des Schicksals“ hervorgeholt. Darin befinden sich kleine Geschenke. Anschließend wird die Hahnenmesse besucht, weil der Hahn als erster die Geburt von Jesus verkündet haben soll.

Hexe Bafana bringt in Italien die Geschenke

In Italien kommt die Hexe Bafana nicht Weihnachten sondern am 6. Januar, dem Dreikönigstag und hinterlässt Geschenke in den dafür aufgestellten Schuhen, weil sich in jedem Haus das neugeborene Jesuskind befinden könnte.

Britischer Mistelzweig

Bereits bei den keltischen Druiden hatte der Mistelzweig einen hohen Stellenwert und galt als heilig. Bei den Römern galt der Mistelzweig als Symbol des Friedens. Unter dem Mistelzweig legten die Feinde beim Friedensgespräch die Waffen nieder. Die Briten haben diesen Brauch umgewandelt und die Tradition des Küssens unter dem Mistelzweig eingeführt, was auch in den USA sehr weit verbreitet ist.

 

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