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EU-Umweltprogramm LIFE – Im Gleichtakt mit dem Klimawandel

veröffentlicht am 28. Januar, 2020
Erstes Treffen des Kernteams Kreis Steinfurt am 23.01.2020 gemeinsam mit der TU Dortmund (Foto: energieland2050 e.V.).
Erstes Treffen des Kernteams Kreis Steinfurt am 23.01.2020 gemeinsam mit der TU Dortmund (Foto: energieland2050 e.V.).

Kreis Steinfurt startet regionales Projekt zur Klimafolgenanpassung.

Wetterextreme, wie das Hitzerekordjahr 2018, das Hochwasser in Münster 2018 und die Dürreschäden in den Wäldern im Münsterland zeigen, wie wichtig eine Anpassung an die Folgen des Klimawandels bereits heute ist. Um dieser Verantwortung nachzukommen geht der Kreis Steinfurt als eine von acht Regionen im Rahmen des europaweiten Klimafolgenanpassungsprojektes „Evolving Regions“ der Frage nach, wie sich eine Region an die Folgen des Klimawandels anpassen und widerstandsfähiger machen kann. Zu den anderen sieben Regionen gehören die NRW-Regionen Kreis Wesel, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Coesfeld, Kreis Lippe, Kreis Soest sowie die niederländische Region West – Overijssel/ Issel Vechtdelta. Zur Auftaktveranstaltung in Düsseldorf Anfang Januar begrüßte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser alle Projektbeteiligte.

Zur Entwicklung wirksamer Maßnahmen muss frühzeitig erkannt werden, welche privaten und öffentlichen Infrastrukturen verwundbar sind. Dafür führt der Kreis Steinfurt zunächst gemeinsam mit der TU Dortmund eine sogenannte Klimawirkungsanalyse für alle 24 kreisangehörige Kommunen durch. Im Anschluss werden Handlungsfelder bestimmt, in denen konkrete Maßnahmen für die Klimafolgeanpassungen genauer betrachtet und umsetzt werden.

„Unser Ziel besteht darin, dass das Thema Klimafolgeanpassung künftig ein stetiger Baustein in kommunalen und regionalen Planungsprozessen wird und entsprechende Maßnahmen berücksichtigt werden“, erläutert Sara Vollrodt, Projektkoordinatorin im Kreis Steinfurt.

Im ersten Schritt traf sich jetzt das „Kernteam“ des Kreises Steinfurt. Es setzt sich zusammen aus dem Amt für Klimaschutz- und Nachhaltigkeit, dem Umwelt- und Planungsamt sowie dem energieland2050 e.V. Dieses amtsübergreifende Team tauscht Erfahrungen aus, definiert mögliche Handlungsschwerpunkte und bindet die unterschiedlichsten Akteure ein.

Während der Umsetzungsphase erfolgt eine Vernetzung aller relevanten Akteure – auch außerhalb der Kreisgrenzen. Im Kreis Coesfeld startet das Projekt zwar zeitversetzt erst im Jahr 2021, doch bereits jetzt sind die beiden Kreise im Münsterland in regem Austausch.

Initiiert, begleitet und koordiniert wird das Projekt „Evolving Regions“ von der Technischen Universität Dortmund. Die Finanzierung erfolgt über das EU-Umweltprogramm LIFE sowie über das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.

Logo des EU-Förderprogramms LIFE

Das LIFE-Programm wurde 1992 ins Leben gerufen, um Projekte im Umweltbereich zu fördern. Dabei gliedert sich das Programm in zwei Bereiche. Das Teilprogramm „Umwelt“ finanziert Projekte mit Bezug zum Naturschutz und Biodiversität, während das Teilprogramm „Klimapolitik“ Projekte in den Bereichen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel unterstützt.

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