EU-Kommission bildet Coronavirus-Reaktionsteam

veröffentlicht am 2. März, 2020
Bild: Europäische Kommission
V.l.n.r., Paolo Gentiloni, Janez Lenarčič, Ursula von der Leyen, Stella Kyriakides, Ylva Johansson, Adina Vălean
Bild: Europäische Kommission V.l.n.r., Paolo Gentiloni, Janez Lenarčič, Ursula von der Leyen, Stella Kyriakides, Ylva Johansson, Adina Vălean

Eine EU-weite Koordination soll die Mitgliedstaaten bei der Eindämmung des Coronavirus unterstützen. Dazu wurde am Montag den 2. März 2020 ein Corona-Reaktionsteam aus fünf Kommissaren ins Leben gerufen, das die Arbeit zur Eindämmung des COVID-19-Ausbruchs koordinieren wird. Es besteht aus besteht aus Janez Lenarčič, zuständig für das Krisenmanagement, Stella Kyriakides, zuständig für Gesundheitsfragen, Innenkommissarin Ylva Johansson, zuständig für Grenzfragen, Verkehrskommissarin Adina Vălean, die für Mobilität zuständig ist und Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni, der die makroökonomischen Aspekte im Blick hat.

Auf einer Pressekonferenz im EU-Koordinierungszentrum für Notfallmaßnahmen sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen: „Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind vielseitig und wir arbeiten seit acht Wochen daran, diese verschiedenen Bemühungen EU-weit abzustimmen.“

Hohe Risikobewertung

Das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), das die Entwicklungen in der EU engmaschig überwacht, hat das Risiko für die EU-Bevölkerung von moderat zu hoch angepasst.

Das Corona-Reaktionsteam wird an drei zentralen Themen arbeiten:

  1. Im medizinischen Bereich geht es um Prävention, Informationskampagnen und persönliche Schutzausrüstung. Das Team arbeitet eng mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Europäischen Arzneimittelagentur zusammen.
  2. Mobilität: Hier geht es um Verkehr, Reiseberatung bis hin zu Fragen zum Schengen-Raum.
  3. Wirtschaft: Das Team befasst sich eingehend mit verschiedenen Wirtschaftssektoren – wie Tourismus, Verkehr, Handel, den Wertschöpfungsketten und der makroökonomischen Perspektive.

Seit heute gibt es zudem eine eigene Website  mit allen EU-weit gültigen Informationen zu COVID-19. Die Website bietet Informationen über die wichtigsten Aktivitäten in den Bereichen Medizin, Katastrophenschutz, Mobilität, Wirtschaft und Statistik sowie Links zu den Websites der Mitgliedstaaten und zu den neuesten Studien.

Die Kommission hat zudem heute eine beschleunigte gemeinsame Ausschreibung zur Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung veröffentlicht, die an eine Reihe ausgewählter Unternehmen geschickt wurde. So soll der Zugang zu persönlicher Schutzausrüstung für die Mitgliedstaaten erleichtert werden, um mögliche Engpässe zu minimieren. Die Vertragsunterzeichnung dürfte frühestens Anfang April abgeschlossen sein.

Weitere Informationen:

Website der EU: Die Maßnahmen der EU gegen den Coronavirus

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