Agri-Idea Sprout 2025: Impulse für die Transformation der Agrarwirtschaft
Am 28. August 2025 fand auf dem Hof Schlamann in Lengerich die dritte Ausgabe der Agri-Idea Sprout statt. Mehr als 65 Teilnehmende aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Wissenschaft nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen und gemeinsam Ideen für die nachhaltige Transformation der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu entwickeln. Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt) unterstützt in Kooperation mit weiteren Partnern das Open-Space-Format des Agrotech Valley Forum e. V. und brachte bei dieser Ausgabe ein Thema aus dem EU-Projekt ESG4SMEs ein.

Open Sessions: Breite Themenvielfalt und praxisnaher Austausch
Ein zentraler Bestandteil der Agri-Idea Sprout 2025 waren die Open Sessions, die nach der Open-Space-Methode durchgeführt wurden. Sie boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, Wissen zu teilen und Ideen für eine nachhaltige Transformation zu entwickeln.
Die Themen der zehn Sessions reichten von Future Skills und KI-Agenten über Dekarbonisierung, Automatisierung und Batteriespeicherung bis hin zu Proteinwende, Förderinstrumenten und High Performance in Teams. Diese Vielfalt bot konkrete Anknüpfungspunkte sowohl für technologische als auch für organisatorische Fragestellungen. Unternehmensverantwortliche konnten Impulse für die eigene Praxis mitnehmen und zugleich Perspektiven auf die übergeordneten Transformationsprozesse gewinnen.
Unsere Session: Future Skills für ESG und KI
Im Rahmen des EU-Projekts ESG4SMEs gestalteten Prof. Dr. Thorsten Kliewe und Angela Hernandez (ACEEU – Accreditation Council for Entrepreneurial and Engaged Universities), begleitet von Varvara Leinz (WESt mbH), eine Session zum Thema „Future Skills – Schlüsselkompetenzen für Nachhaltigkeit und digitale Transformation“. Diskutiert wurde, welche Fähigkeiten Unternehmen künftig benötigen, um ESG-Prinzipien (Environmental, Social, Governance) und Künstliche Intelligenz erfolgreich in ihre Prozesse zu integrieren.

Prof. Dr. Thorsten Kliewe & Angela Hernandez (beide ACEEU – Accreditation Council for Entrepreneurial and Engaged Universities) sowie Varvara Leinz (WESt)
Bildunterschrift: Prof. Dr. Thorsten Kliewe & Angela Hernandez (beide ACEEU – Accreditation Council for Entrepreneurial and Engaged Universities) sowie Varvara Leinz (WESt)
Im Vordergrund stand die Erkenntnis, dass Future Skills ein entscheidender Hebel sind, um Wandel aktiv zu gestalten. KI wird dabei nicht nur als technisches Werkzeug verstanden, sondern zunehmend als integraler Bestandteil von Teams und Entscheidungsprozessen.
Prof. Dr. Thorsten Kliewe diskutiert mit Teilnehmern der Open-Session über Zukunftskompetenzen
Für Unternehmensverantwortliche lassen sich aus der Session klare Handlungsimpulse ableiten: ESG und Künstliche Intelligenz sind zentrale Erfolgsfaktoren der Zukunft – es gilt, diese frühzeitig in den Unternehmensalltag zu integrieren. Dabei erinnert das Bild „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, aber es brannte an einem Tag nieder“ daran, dass nachhaltige Veränderung Zeit braucht, der Beginn jedoch nicht aufgeschoben werden darf. Zukunftskompetenzen entstehen zudem dort, wo Fähigkeiten über den Menschen hinausgedacht werden – als Zusammenspiel von Mensch und Technologie. Und nicht zuletzt: Offenheit für neue Themen ist selbst eine Schlüsselkompetenz, die Motivation schafft, Wandel ermöglicht und Innovation fördert.

Prof. Dr. Thorsten Kliewe diskutiert mit Teilnehmern der Open-Session über Zukunftskompetenzen
Das Projekt ESG4SMEs unterstützt kleine und mittlere Unternehmen aus dem ländlichen Raum dabei, ESG-Prinzipien systematisch in ihre tägliche Arbeit einzubinden und damit langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Diskussion in der Session verdeutlichte, dass Nachhaltigkeit, Digitalisierung und KI untrennbar miteinander verbunden sind – und dass die gezielte Entwicklung von Kompetenzen Voraussetzung für eine erfolgreiche Transformation ist.
Fazit
Die Agri-Idea Sprout 2025 zeigte eindrucksvoll, wie Innovation und Praxis im Dialog zusammenfinden können. Für Unternehmensverantwortliche wurde deutlich: Nachhaltige Transformation gelingt nur, wenn technologische Entwicklungen mit den richtigen Kompetenzen verknüpft werden. Darüber hinaus bot die Veranstaltung vielfältige Impulse und Gelegenheiten zum Austausch mit Fachleuten aus ganz Deutschland.
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