35. kreisweites Unternehmerfrühstück: Austausch zu beruflicher Inklusion von Menschen mit Behinderung
| Besuch bei den Ledder Werkstätten in Hörstel |
| Kreis Steinfurt/Hörstel. Einblicke in die Arbeit von und mit Menschen mit Behinderung ermöglichte das 35. kreisweite Unternehmerfrühstück den rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei den Ledder Werkstätten in Hörstel. Im Fokus des Austauschs, zu dem die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt mbH) gemeinsam mit der IHK Nord Westfalen eingeladen hatte, stand neben der Inklusion von Menschen mit Behinderung in den regulären Arbeitsmarkt auch der aktuelle und künftige Fachkräftemangel.
„Menschen mit Behinderung fanden bislang zu wenig Berücksichtigung bei Unternehmen. Dabei ist die berufliche Inklusion von schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt ein Menschenrecht“, betonte Landrat Dr. Martin Sommer in seiner Begrüßung. Damit bezog er sich auf die UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 in Deutschland gilt. Mit der Arbeitsgemeinschaft „Arbeit für Menschen mit Behinderung im Kreis Steinfurt“, die sich unter Leitung der WESt für mehr Teilhabe behinderter Menschen in der Region einsetzt, sei eine wichtige Grundlage zur Umsetzung des Abkommens gelegt. „Es braucht regionale Netzwerke wie das im Kreis Steinfurt, die Einstellungshemmnisse identifizieren und ihnen entgegenwirken. Denn letztlich wollen wir mehr Unternehmen ermutigen, Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben und einzustellen“, betonte Sommer. Das unterstrich auch Frank Feldmann von der IHK.
Geschäftsführer Dr. Frank Plaßmeyer, Andreas Laumann-Rojer (Geschäftsfeldleitung Arbeit und Berufliche Bildung), Frank Niemeyer, Markus Aulkemeier (Arbeitsvorbereitung und Geschäftsbereichsleitung Arbeit) sowie Kornelia Eschhaus (Geschäftsbereichsleitung Berufliche Bildung) konkretisierten bei der Veranstaltung auch die Möglichkeiten, mit denen begleitete Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt umzusetzen sind. „Wir sehen uns als Dienstleister an der Schnittstelle zum allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung in einem Unternehmen wird von uns langfristig vorbereitet, begleitet und unterstützt. Es ist uns wichtig, die Menschen langsam an ein Arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt heranzuführen“, betonte Kornelia Eschhaus. Dies geschehe über Praktika, geförderte Ausbildungsplätze und Außenarbeitsgruppen. Aktuell würden rund 80 Beschäftigte auf Außenarbeitsplätzen oder in Außenarbeitsgruppen begleitet. Für Unternehmen existierten dabei zahlreiche finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten. „Dabei ist viel Netzwerkarbeit nötig“, unterstrich Eschhaus. Ein Auftrag, zu dem das 35. kreisweite Unternehmerfrühstück einen wichtigen Beitrag leisten konnte. |
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